Gedenkveranstaltung

„Deutsche Soldatenfriedhöfe sind Orte des Lernens“

Ein Bild von der Feier am Denkmal für den Widerstand in Aalborg

Reservistinnen und Reservisten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge haben in Aalborg der Gefallenen des dänischen Widerstandes gedacht und zugleich an deutsche Kriegsopfer erinnert. Volksbund-Generalsekretär Dirk Backen stellte die Gedenkstunde in den Kontext der gemeinsamen dänisch-deutschen Geschichte und der Freundschaft von heute.

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Zusammenfassung

  • In Aalborg gedachten deutsche Reservistinnen und Reservisten gemeinsam mit der dänischen Heimwehr den Gefallenen des Widerstands.
  • Volksbund-Generalsekretär Dirk Backen betonte die Bedeutung gemeinsamer Erinnerung und die Botschaft von Versöhnung und Freundschaft.
  • Kranzniederlegungen für dänische Widerstandskämpferinnen und -kämpfer und für deutsche Kriegsopfer verbanden Gedenken und gemeinsame Verantwortung für Frieden und Demokratie.

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Die Arbeitsgemeinschaft der Reservistinnen und Reservisten im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge aus Schleswig-Holstein und Hamburg hat am 17. April auf dem Südfriedhof in Aalborg der Gefallenen des dänischen Widerstandes gedacht. 

Auf dem Søndre Kirkegaard versammelten sich Vertreterinnen und Vertreter der örtlichen Heimwehr gemeinsam mit den deutschen Reservistinnen und Reservisten abschließend zu einer Gedenkstunde. Die Reservistinnen und Reservisten aus Schleswig-Holstein hatten in der Woche vor der Zeremonie auf demselben Friedhof die Gräber deutscher Kriegsopfer gepflegt und in Ordnung gebracht.

„Lasst uns Freunde für die Zukunft sein“

Der Generalsekretär des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Dirk Backen, stellte in seiner Ansprache die Bedeutung eines gemeinsamen Erinnerns in Deutschland und Dänemark heraus. „Deutsche Soldatenfriedhöfe sind Orte des Lernens. Sie tragen eine einfache, zeitlose Botschaft für mein Land: Nie wieder. Und sie tragen eine Botschaft an die Länder, in denen sich diese Soldatenfriedhöfe befinden: Lasst uns versöhnen. Lasst uns Freunde für die Zukunft sein.“

Bei der Zeremonie auf dem Friedhof für deutsche Kriegsopfer in Aalborg

In Aalborg rückte Backen die dänischen Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer in den Mittelpunkt, die im Kampf gegen das nationalsozialistische Deutschland starben. Er würdigte sie als Menschen mit Namen, Gesichtern, Hoffnungen und Ängsten und als Frauen und Männer, die für König und Vaterland kämpften. 

Backen verband seinen Rückblick auf Besatzung, Widerstand und Rettung der dänischen Jüdinnen und Juden 1943 mit einem klaren Blick auf die Gegenwart. „Die Tage der dänisch-deutschen Feindschaft sind vorbei und dürfen niemals wiederkehren. Sie sollen Teil unserer gemeinsamen Geschichte bleiben, aber lasst uns eng zusammenarbeiten, damit wir diese Tage niemals vergessen.“ 

Lasst uns eng zusammenarbeiten, damit wir diese Tage niemals vergessen.

Dirk Backen

Er stellte die Gedenkfeier in Aalborg in eine Linie mit dem Gedenken an die Gefallenen des Krieges von 1864  auf den Düppeler Schanzen und betonte die gemeinsame Verantwortung, im Geist von Frieden, Gerechtigkeit, Menschenrechten und Demokratie zu handeln.

1.350 deutsche Kriegsopfer ruhen in Aalborg

Nach der Ansprache legten Major Søren Larsen von der Heimwehr Nordjütland, der Militärattaché der Deutschen Botschaft, Fregattenkapitän Michael Sichler, und Volksbund-Generalsekretär Dirk Backen jeweils einen Kranz am Denkmal für die dänischen Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer nieder. 

Der Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge sorgt dafür, dass verwitterte Grabstellen wieder lesbar werden und die Geschichte der Toten lebendig bleibt.

Ein Trompetensignal eines Soldaten der Heimwehr und die Ehrenbezeugung aller anwesenden Soldatinnen und Soldaten begleiteten die Kranzniederlegung. 

Im Anschluss gingen die Teilnehmenden zur Ruhestätte der 1.350 deutschen Kriegsopfer, wo sie am Hochkreuz drei Kränze niederlegten und das Gedenken an die dänischen Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer mit der Erinnerung an die deutschen Toten verbanden.

Der Einsatz der Kriegsgräberpfleger hat es sogar in die landesweiten Nachrichten geschafft, zum Beitrag von TV2 geht es hier.