Deutsche Minderheit

Vier „Vermisste“ bei „Brand“ im Physikraum der DPA

Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge vor rauchendem Gebäude im Tageslicht
Lagebesprechung an der Schule: Die Einsatzkräfte sind vor Ort und planen ihr Vorgehen.

Aufregung an der Deutschen Privatschule Apenrade: Es gab ein „Feuer“ in Physikraum und vier „Verletzte“. Feuerwehr und Notdienste sind im Einsatz. Es ist allerdings eine Übung – mit Lerneffekt für alle Beteiligten. 

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Zusammenfassung

  • Großeinsatzkräfte probten an der Deutschen Privatschule Apenrade einen realistischen Brand- und Evakuierungseinsatz mit starker Rauchentwicklung.
  • Feuerwehr, Notärzte und Bereitschaftsdienst suchten nach „Vermissten“, versorgten vier simulierte Verletzte und überprüften Abläufe für den Ernstfall.
  • Schule und Einsatzleitung zogen ein positives Fazit, nur Details sollen verbessert werden, während die Übung zugleich Lehrstoff für die älteren Klassen vertiefte.

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Rauch quillt aus dem Neubau der Deutschen Privatschule Apenrade. Ein schriller Alarm durchschneidet den Morgen. Türen fliegen auf, Schritte hallen über die Flure. Wenige Minuten später strömen Schülerinnen und Schüler, angeführt von ihren Lehrkräften, aus den Gebäuden und sammeln sich auf dem vorgesehenen Platz.

Vier Vermisste in der Schule

Während draußen Ruhe einkehren soll, läuft drinnen alles nach Plan – und doch unter Hochdruck. Hausmeister Benjamin Christensen geht zügig durch die Schule, öffnet Türen, prüft Räume, stellt Gas und Strom ab. Am Sammelplatz meldet Semira Werner, stellvertretende Schulleiterin, dem Einsatzleiter eine kritische Lage: Ein Lehrer und drei Kinder fehlen. Der Einsatzleiter nimmt die Angaben auf, fragt nach Details und gibt dann Befehle.

Brandherd im Physikraum

Kurz darauf rücken Feuerwehrleute unter Atemschutz in den Neubau vor. Dichter Rauch erschwert die Sicht. Im Physikraum entdecken sie den Brandherd. Parallel beginnt die Suche nach den Vermissten. Draußen verfolgen die Schülerinnen und Schüler das Geschehen aus sicherer Distanz. Doch schnell wird klar: Es handelt sich um eine Übung, die am Mittwochmorgen realitätsnah von der Bereitschaftsbehörde ausgerichtet wurde.

Feuerwehrfahrzeuge und Einsatzkräfte vor einem Schulgebäude bei einer Übung.
Probeeinsatz an der DPA: Die Kräfte trainieren den Einsatz mit Gasmaske und Sauerstoffflasche.

Denn obwohl niemand wirklich vermisst wird, bleibt das Szenario ernst. „Verletzte“ werden aus den verrauchten Räumen gebracht – dargestellt von Statistinnen und Statisten der Behörde. Notärztinnen und Notärzte versorgen sie direkt vor Ort. Für alle Beteiligten zählt jeder Handgriff – und damit der im Ernstfall klappt, wird hier so realistisch wie möglich geübt.

Großes Lob für die Schule

„Wir haben ein großes Lob bekommen, weil wir in guter Zeit aus der Schule waren und alle sammeln konnten. Unser Evakuierungsplan hat gut funktioniert“, sagt Schulleiterin Berit Kynde. Auch der Einsatzleiter zeigt sich zufrieden. Nur kleine Punkte will das Team noch verbessern.

Gruppe von Schülerinnen und Schülern steht nach einer Evakuierung auf einem Schulhof vor einem Neubau.
Nach dem Alarm dauert es nicht lang, bis die Schülerinnen und Schüler sich auf dem Sammelplatz einfinden.

Die kurze Vorankündigung nahm vielen die Unsicherheit, doch vor allem jüngere Kinder reagierten spürbar aufgeregt. Für die Achtklässlerinnen und Achtklässler hatte der Vormittag zugleich einen Lernwert. Im Fach Gesellschaftskunde beschäftigen sie sich mit Polizei, Bereitschaft und Rettungsdienst. Die Übung bot ihnen einen direkten Einblick in das Zusammenspiel der Kräfte.

Die jungen Auszubildenden der Bereitschaftsbehörde nach dem Einsatz: Die Kinder durften ihre Einsatzkleidung probieren.

Nicht nur die Schule stellte sich dem Test. Auch für Feuerwehr, Bereitschaft und Notfallteams gehörte das Szenario zur Ausbildung – als Teil einer Prüfung für angehende Einsatzleiterinnen und -leiter.

Kinder in Feuerwehrschutzkleidung stehen mit Erwachsenen vor einem Schulgebäude im Freien.
Die Jüngsten dürfen nach dem Einsatz in die Kleidung der Feuerwehrleute schlüpfen.

Nach dem Ende der Übung kehrt der Alltag zurück. Die Klassen füllen sich wieder, während die Einsatzkräfte ihre Abläufe gemeinsam auswerten. Für die Schule bleibt ein positives Fazit – und das Wissen, im Ernstfall vorbereitet zu sein.