Energiewende

Ausbau von Windenergie an Land stagniert

Windräder und Stare in der Tonderner Marsch

In den vergangenen drei Jahren sind lediglich 21 neue Windräder an Land errichtet worden. Gleichzeitig wurden alte Modelle entfernt. Der Branchenverband „Green Power Denmark“ sieht hohe Anschlussgebühren ans Stromnetz als eine zentrale Ursache. 

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Zusammenfassung

  • Der Ausbau der Windenergie an Land kommt nur sehr langsam voran.
  • Der Branchenverband macht vor allem hohe Anschlusskosten für die Stagnation verantwortlich.
  • Wie das Beispiel Tondern zeigt, kann auch lokaler Widerstand den Ausbau bremsen. 

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Der Ausbau der Windenergie an Land kommt nur schleppend voran.

Eine Bestandsaufnahme des Branchenverbandes „Green Power Denmark“ zeigt, dass im vergangenen Jahr nur acht neue Windräder errichtet worden sind. 

Gleichzeitig sind jedoch 32 ältere und nicht mehr zeitgemäße Windräder abgebaut worden. Die Kapazität ist daher lediglich entsprechend dem Verbrauch von 2.300 Haushalten gestiegen. 

2025 war kein Einzelfall. In den vergangenen drei Jahren sind an Land lediglich 21 neue Windräder errichtet worden. 

Teurer Anschluss an das Stromnetz

Camilla Holbech, Direktorin bei „Green Power Denmark“, nennt die Entwicklung „traurig“: „Dänische Unternehmen sind Weltmeister bei der Produktion von Windrädern, der Wind weht hierzulande fast konstant, und wir benötigen die billige, grüne Energie der Windkraftanlagen nötiger denn je.“

Die steigenden Kosten beim Anschluss der Windräder an das Stromnetz sind nach Holbechs Einschätzung eine wesentliche Ursache für den schleppenden Ausbau.

Widerstand aus der Bevölkerung

Wie das Beispiel der Kommune Tondern zeigt, kann jedoch auch lokaler Widerstand das Aufstellen von Windkraftanlagen bremsen. Von 22 Vorschlägen für Wind- und Solarparks gingen im März nur zwei Windenergieprojekte in die weitere Planung. 

Bei richtungsweisenden Volksabstimmungen gab es zuvor bei sämtlichen 22 Projekten eine Mehrheit gegen sie. In einigen Fällen war die Wahlbeteiligung jedoch niedrig. 

Sorge im Ausbau der Solarenergie

Landesweit läuft es beim Ausbau der Solaranlagen deutlich besser als bei den Windrädern. Im vergangenen Jahr ging 897 Megawatt Solarzellen ans Netz. Das war mehr als in den beiden Vorjahren. 

Holbech von „Green Power Denmark“ befürchtet jedoch, dass sich auch hier der Trend umkehren könnte. Die Projekte sind nämlich häufig mehrere Jahre lang in der Planung. 

Daher sei entscheidend, dass die Entwicklungsunternehmen auch mehrere Jahre in die Zukunft blickend eine Perspektive erkennen könnten. Die Direktorin fordert daher einen Plan für die Elektrifizierung des Landes.

„Der Verbrauch an Strom und der Ausbau des Stromnetzes müssen beschleunigt werden, um den Fortschritt bei der grünen Umstellung zu sichern“, so Holbech.