Nachhaltigkeit

Kostenloses Recyclingmaterial für Einrichtungen zum Basteln und Bauen: Pattburger Schule ist großer Fan

Frau steht in einer hellen Lagerhalle mit Regalen und Kisten voller Gebrauchtmaterial.
Ist gespannt, wie die Ressourcenbank bei den Einrichtungen ankommt: Sanne Choe Jensen, Projektleiterin im Bereich Recycling der kommunalen Betreibergesellschaft ARWOS.

Die Kommune Apenrade hat in Pattburg eine spezielle Ressourcenbank mit wiederverwertbaren Materialien eingerichtet, die Schulen, Kindergärten und anderen Einrichtungen gratis zur Verfügung gestellt werden. Die Deutsche Schule Pattburg ist vom nachhaltigen Angebot begeistert. Ein Rundgang durch die Ressourcenbank mit Projektkoordinatorin Sanne Choe Jensen.

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Zusammenfassung

  • In Pattburg hat die Kommune Apenrade eine Ressourcenbank mit kostenlosen Recyclingmaterialien für Schulen und andere Einrichtungen geschaffen.
  • Die Bank bietet unter anderem Holz, Textilien, Möbel und Requisiten für Unterricht, Theater und Kreativprojekte.
  • Das Projekt fördert Nachhaltigkeit, sensibilisiert dafür und spart Kosten.

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„Diese Leinwände zum Beispiel könnten wieder genutzt werden. Man müsste sie nur übermalen“, sagt Sanne Choe Jensen in den Trakten des Recyclinghofs am Visherredsvej in Pattburg (Padborg). Dort, gleich neben dem Secondhandshop des Betriebes, ist eine sogenannte Ressourcenbank für Einrichtungen der Kommune Apenrade (Aabenraa) eingerichtet worden. Jensen ist Projektkoordinatorin im Bereich Abfall und Deponie der Betreibergesellschaft „Arwos“.

Frau in Lagerraum hält ein rotes Bild vor einem Regal mit gebrauchten Bilderrahmen.
Sanne C. Jensen vor den Leinwänden, auf denen nach einem Übermalen mit neutraler Farbe neue Kunstwerke entstehen können

„Das hier bietet sich für ein Mittelalterprojekt an“, fügt die leitende Mitarbeiterin am Regalfach mit ausgemustertem Leder hinzu. 

Wiederverwendbares Holz fürs Werken, jede Menge Textilien fürs Handarbeiten, Bücher, Bastelsachen, ausrangierte Möbel für eine gemütliche Klubecke und vieles mehr, das im Unterricht oder im Betriebsalltag Anwendung finden kann, ist fein säuberlich in Regalen und Behältern ausgestellt.

Alt statt neu

Die Idee: Schulen und andere Einrichtungen können sich für ihren Betrieb kostenlos mit Recyclingmaterial eindecken, anstatt Neues zu kaufen. Das Material ist aus dem ausgewählt worden, was Menschen im Recyclinghof in Pattburg abgeben.

Regale mit sortierten gebrauchten Haushalts- und Bastelmaterialien in einer Lagerhalle.
In den Lagerräumen der Ressourcenbank befinden sich etliche ausgemusterte Gegenstände und Materialien.

Am 29. April öffnet die Ressourcenbank offiziell die Türen. Immer mittwochs können Einrichtungen kostenlos in den Lagerhallen shoppen gehen, ohne dass es etwas kostet.

Pattburger Schule findet es prima

Sanne Choe Jensen ist gespannt, wie das Angebot ankommt. Mit der Deutschen Schule Pattburg hat die Ressourcenbank schon mal einen großen Fan, nicht nur wegen der Nähe.

„Wir haben uns gleich gemeldet, als das erste Mal abgefragt wurde, ob Interesse besteht. Ich war bei dem ersten Treffen vor Weihnachten dabei, und gerade erst waren sowohl die Schule als auch die SFO (Schulfreizeitordnung, d. Red.) bei einer ersten Einführung dabei. Ich rechne damit, dass wir die Ressourcenbank oft nutzen werden, weil sie in Pattburg liegt und wir viel Geld für Materialien im Kunst- und Werkbereich sparen können“, so die Rückmeldung von Schulleiterin Birgit B. Pedersen.

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt

Wie wäre es mit brauchbarem Gebrauchten für das schulinterne Theaterstück? Wenn ein alter Koffer für eine Aufführung gesucht wird, dann stehen in einer Ecke der Ressourcenbank gleich mehrere nostalgische Ausgaben. In unmittelbarer Nähe findet man Ähnliches. 

Blaue Kisten mit unterschiedlich gemusterten Stoffresten in einer Halle.
Verfügbar sind unter anderem jede Menge Stoffreste.

Der Fantasie für eine Wiederverwendung sind keine Grenzen gesetzt. „Es muss nicht gezielt etwas gesucht werden. Das Lager ist auch ein Ort der Inspiration“, ergänzt Sanne Choe Jensen.

Projekt mit viel Synergie

Bei der Ressourcenbank gibt es in Sachen Nachhaltigkeit ganz viel Win-win, meint die Projektkoordinatorin. Die Einrichtungen profitieren, und die Kinder werden für das Recyclingthema sensibilisiert. „Wie auch die Bürgerinnen und Bürger. Sie werden vermutlich bewusster Material hier abgeben, weil sie die Ressourcenbank und damit Einrichtungen aus ihrer Kommune unterstützen“, sagt Sanne C. Jensen.

Regal aus Holzkisten mit Lampen, Büchern und Upcycling-Dekoration aus gebrauchten Materialien.
Die Ressourcenbank dient auch als Inspirationsquelle für kreative Projekte.

Auch für die Nachhaltigkeitsbestrebungen der Kommune hat das Projekt große Bedeutung. „Sachen, die hier herausgehen, werden gewogen und kategorisiert. Es lässt sich unter anderem der C02-Wert gegenrechnen, der sich durch das Recyceln ergibt“, erklärt Sanne Jensen.

Lernen und basteln direkt vor Ort

Einrichtungen können im Gebäude zudem einen großen Raum kostenlos mieten und sich vor Ort mit den ausgesuchten Materialen befassen. Kreationen, die in der Ressourcenbank oder in den jeweiligen Einrichtungen entstanden sind, sollen nach Möglichkeit als Inspirationsquelle ausgestellt werden, nennt die Projektkoordinatorin einen weiteren Mehrwert.

Mann steht vor Regalen mit gefalteten Textilien in einer Recyclinghalle.
Carsten Petersen, Abteilungsleiter bei „Arwos affald", verspricht sich ebenfalls viel von der neu eingerichteten Ressourcenbank.

Große Stücke auf die Ressourcenbank setzt auch Carsten Petersen, Abteilungsleiter bei „Arwos Affald A/S“: „Die Ressourcenbank ermöglicht es, Materialien länger im Kreislauf zu halten und gleichzeitig lokal Wert zu schaffen. Wenn Materialien von Recyclinghöfen in Schulen und Institutionen eingesetzt werden, bietet dies nicht nur einen ökologischen Mehrwert, sondern erweitert auch die Möglichkeiten für Schulen und Institutionen, Nachhaltigkeit im Alltag zu leben.“