Handball

Sønderjyske HH: Rote Zahlen bei den Handballern

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Auf dem Spielfeld läuft es derzeit besser bei Sønderjyske HH – aber finanziell noch nicht.

Sportlicher Misserfolg, Trennung von SønderjyskE und Fehler im Finanzbericht: Der Jahresbericht des Handballklubs weist ein großes Minus auf.

Die Handballer von Sønderjyske HH haben sich erfolgreich für das Final Four im Februar qualifiziert. Doch außerhalb des Spielfeldes kämpft der Verein weiterhin mit roten Zahlen. Das Geschäftsjahr 2023/24 wurde mit einem Minus in Höhe von 6 Millionen Kronen abgeschlossen.

Damit ist der Aufsichtsrat (Bestyrelse) von Sønderjyske HH nicht zufrieden, zumal auch das Vorjahr mit einem ähnlich hohen Minus in Höhe von 5,9 Millionen Kronen abgeschlossen wurde.

Dazwischen liegt allerdings ein Besitzwechsel. Am 1. Juli 2024 wurde der Handball in Sonderburg von Sønderjysk Elitesport an Sønderjyske Herrehåndbold abgegeben. Damit brach der Männerhandball in Sonderburg die jahrelange Beziehung mit SønderjyskE ab – dort sind nach dem Alleingang von Fußball und Männerhandball jetzt nur noch Eishockey in Woyens (Vojens) und Frauenhandball in Apenrade (Aabenraa) Teil der Sport-Kooperation.

Mehrere Faktoren führten zum Minus

Im Geschäftsbericht erklärt der Aufsichtsrat, warum das Ergebnis wieder nicht stimmt: Zum einen die fehlenden sportlichen Erfolge (der verpasste Platz in der Meisterschafts-Endrunde), zum anderen fehlende Einnahmen von Sponsorunternehmen und zu hohe Gemeinschaftskosten (als die Handballer noch Teil von SønderjyskE waren).

In der zweiten Jahreshälfte ist es den neuen Vereinseigentümern gelungen, die Kosten zu reduzieren und die Finanzen besser zu steuern, aber Sønderjyske HH rechnet auch im laufenden Geschäftsjahr mit einem Minus, und erst im Geschäftsjahr 2025/26 soll es einen ausgeglichenen Haushalt geben.

2023/24 hatte der Verein 5,9 Millionen Kronen Nettogewinn gemacht, doch bei Ausgaben in Höhe von 11,5 Millionen Kronen für Spielerkader und Angestellte rauschte das Ergebnis in den Keller.

Die Kasse ist leer

In der Kasse von SønderjyskE klafft nun ein großes Loch in Höhe von 10,7 Millionen Kronen, doch die neuen Besitzer des Vereins stehen für den laufenden Betrieb des Handballklubs ein – trotz des negativen Eigenkapitals, das um einige Millionen Kronen schlechter ist als zunächst berechnet. Der neue Wirtschaftsprüfer des Vereins hatte einen Fehler gefunden und die Ergebnisse der beiden Vorjahre um etwa 3 Millionen Kronen reduziert. Der Aufsichtsrat plant, mit Donationen und einem besseren Betriebsergebnis das Loch in der Kasse stopfen zu können – macht allerdings keine Angaben, bis wann dies geschehen soll.

Sportlich gesehen ist Sønderjyske HH in der zweiten Jahreshälfte schon einmal besser gelaufen. Das Team hat sich für das Pokal-Final-Four im Februar in Herning qualifiziert.