Handball

Nach der Bronzemedaille: SønderjyskE will mehr

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Freudestrahlende Gesichter bei SønderjyskE nach dem Gewinn der Bronzemedaille im Pokal

SønderjyskE-Trainer Peter Nielsen ist nach dem Medaillengewinn von seinen Spielerinnen überzeugt: Es steckt noch mehr in ihnen.

Strahlende Gesichter bei SønderjyskE: Die Handballerinnen aus Apenrade sicherten dem Verein und Nordschleswig die erste Medaille im dänischen Spitzenhandball. Nach dem ungefährdeten 32:23-Sieg gegen Silkeborg/Voel will Trainer Peter Nielsen aber mehr mit der Mannschaft.

„Mit diesen Frauen werfen wir den Blick nur nach oben“, sagte Peter Nielsen nach dem Spiel mit einem Stapel Medaillen unter dem Arm.

Kein Grund zur Nervosität

„Die Spielerinnen arbeiten hart daran, noch stärker und noch besser zu werden. Das hat man gegen Silkeborg gesehen. Heute waren wir die Mannschaft mit den stärksten Kräften“, sagte Peter Nielsen in Anspielung an das verlorene Halbfinalspiel am Sonnabend gegen Odense. Gegen eines der besten Teams in Europa gingen den Hellblauen schnell die Kräfte und die Möglichkeiten aus.

Obwohl Silkeborg nach der Pause zweimal verkürzen konnte, war Peter Nielsen zu keinem Zeitpunkt nervös, dass das Spiel kippen würde.

Trainer Peter Nielsen war überaus zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.

„Ich habe meinen Spielerinnen angesehen, dass sie alles unter Kontrolle hatten. Vor allem in der Abwehr – der Mittelblock hat ein starkes Spiel gemacht. Außerdem hat heute das bessere Kollektiv gewonnen. Wir sind nicht von einer Spielerin abhängig, sondern haben viele, die sich heute einbringen konnten“, sagte Nielsen.

Mit Gehirnerschütterung gespielt

Leistungsträgerin Sarah Paulsen spielte trotz einer leichten Gehirnerschütterung und brachte Sonntag mehr Druck ins Angriffsspiel.

„Der Kopf tut immer noch etwas weh, aber es fühlt sich heute nach dem Sieg besser an“, sagte Paulsen. „Ich glaube, dass wir es einfach mehr wollten als Silkeborg – und wir haben an den Gewinn der Bronzemedaille geglaubt.“

Beste Spielerin

SønderjyskEs Louise Ellebæk wurde zur besten Spielerin der Partie gekürt.

Louise Ellebæk wurde nach dem Spiel zur besten Spielerin der Partie gewählt: „Wir haben einfach einen höheren Gang einlegen können als Silkeborg, und dann war es auch eine Willenssache", so die Torschützenkönigin.

Lea Hansen hatte bei ihrer Rückkehr zu SønderjyskE nicht damit gerechnet, einmal eine Medaille zu holen, aber für sie ging der Sieg völlig in Ordnung: „Wir sind die bessere Mannschaft, haben eine bessere Breite, und wir sind einfach physisch stärker als Silkeborg“, sagt die Nordschleswigerin.

Glückwünsche vom Bürgermeister

SønderjyskE-Trainer Peter Nielsen mit einem Stapel Medaillen im Gespräch mit Apenrades Bürgermeister Jan Riber Jakobsen.

Unter den vielen euphorischen Zuschauerinnen und Zuschauern aus Apenrade war auch Bürgermeister Jan Riber Jakobsen – früher selbst Schiedsrichter im dänischen Liga-Handball.

Er beglückwünschte die Spielerinnen nach der Partie: „Ich habe mich bei den Spielerinnen bedankt und ihnen gesagt, dass sie die Tragweite ihres Erfolgs jetzt vielleicht gar nicht erkennen können. Es war ein wichtiger Sieg für ganz Nordschleswig“, so der Bürgermeister. „Die Erfahrung, die sie hier gemacht haben, wird der Mannschaft in den kommenden Jahren weiterhelfen.“

June Bøttger wurde am Final-Wochenende immer besser: SønderjyskE wollte den Sieg mehr als Silkeborg.