Wahlkampf

Fünf Minuten mit Mette: „Wichtig für die Minderheit“

Staatsministerin Mette Frederiksen hat am Freitag in Apenrade den Hauptvorsitzenden der deutschen Minderheit, Hinrich Jürgensen, begrüßt. Mit dabei auch der Sozialdemokrat Jesper Petersen, BDN-Kommunikationschef Harro Hallmann sowie die Sekretärin der Schleswigschen Partei, Ruth Candussi.

Staatsministerin Mette Frederiksen nahm sich in Apenrade Zeit für ein Treffen mit der deutschen Minderheit. Hinrich Jürgensen richtete eine wichtige Botschaft an die Spitzenpolitikerin. 

Veröffentlicht Geändert

Zusammenfassung

  • Mette Frederiksen traf in Apenrade kurz den Hauptvorsitzenden der deutschen Minderheit, Hinrich Jürgensen.
  • Jürgensen hob die hohe Qualität der Minderheitenschulen und die Bedeutung kleiner Klassen hervor.
  • Er warnte, dass die Minderheit bei Schulreformen übersehen werden könnte, was Frederiksen künftig beachten will.

Diese Infobox wurde mithilfe von KI generiert und von der Redaktion geprüft.

Die Zeit läuft, und eigentlich müsste die Staatsministerin Mette Frederiksen wieder im Bus sitzen auf dem Weg nach Kerteminde. Doch die sozialdemokratische Spitzenpolitikerin lässt es sich nicht nehmen, sich am Freitagnachmittag für einige Minuten mit Hinrich Jürgensen, dem Hauptvorsitzenden der deutschen Minderheit, auszutauschen.

„Solche Treffen sind für die Minderheit wichtig – auch wenn sie nur fünf Minuten dauern“, sagt Hinrich Jürgensen nach dem kurzen Gespräch vor der Pflege- und Gesundheitsschule (SOSU) in Apenrade (Aabenraa).

Das beste Gymnasium Dänemarks

Hinrich Jürgensen bringt es nach der Begrüßung gleich auf den Punkt: Die deutsche Minderheit hat gute Schulen und das Deutsche Gymnasium für Nordschleswig (DGN) ist das beste Gymnasium Dänemarks – ein Grund dafür seien die kleinen Klassen in den Minderheitenschulen, so Jürgensen.

„Und sicherlich auch der familiäre Rückhalt“, ergänzt Mette Frederiksen.

Ihre Partei hat gerade eine Schulreform mit kleineren Klassen vorgeschlagen. Hinrich Jürgensen macht sich deswegen keine Sorgen, aber manchmal werde die deutsche Minderheit vergessen.

Jürgensen: „Achtung bei Reformen“

„Wenn es Reformen gibt, besteht die Gefahr, dass wir als Minderheit übersehen werden, weil wir zwar Teil des Privatschulsystems sind, dennoch zum öffentlichen Angebot Dänemarks für die Minderheit gehören und somit andere Rechte haben. Dadurch fallen wir manchmal zwischen die Stühle“, sagt Jürgensen.

Darauf wolle sie aufmerksam sein, so die Staatsministerin.

Viel mehr Zeit bleibt nicht. Einige Fotos mit den nordschleswigschen Kandidaten Jesper Petersen und Theis Kylling Hommeltoft sowie Partei-Anhängern, und schon fährt der rote Parteibus weiter zum nächsten Wahlkampfort – bis zum 24. März ist die Staatsministerin in ganz Dänemark auf Tour. Dann wird abgestimmt.

Tradition im Wahlkampf

„Im Folketingswahlkampf ist es Tradition geworden, dass wir versuchen, uns mit den Parteispitzen zu treffen“, erklärt Jürgensen, der diese Woche auch mit Martin Lidegaard und Lotte Rod von Radikale Venstre gesprochen hat.

„Manche mögen sich fragen, ob es sich lohnt, für fünf Minuten die Staatsministerin zu treffen. Aber es ist eben nicht das erste Mal, und jedes Mal können wir auf uns aufmerksam machen – dass wir in Dänemark dazugehören“, sagt Hinrich Jürgensen. Vor einigen Monaten hatte er auch die Möglichkeit, 15 Minuten mit dem Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu sprechen.