Wasserversorgung

In der Kommune Tondern steigt der Abwasser-Tarif

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Das Klärwerk in Tondern

Die Abgaben für Abfall und Trinkwasser werden im kommenden Jahr sinken – insgesamt steigen die Kosten für die Bewohnerinnen und Bewohner der Kommune im Durchschnitt dennoch, denn Tønder Forsyning erhöht im Gegenzug dazu die Abwasser-Gebühren.

„In diesem Jahr können wir die Gebühren für Abfall und Trinkwasserbewirtschaftung heruntersetzen, worüber wir uns sehr freuen“, heißt es vonseiten der geschäftsführenden Direktorin von Tønder Forsyning, Trine Hadrup.

Der Tonderner Kommunalrat hat vergangene Woche einem Tarifvorschlag von Tønder Forsyning zugestimmt. Damit stehen nun die Abgaben für Abfall, Wasser und Abwasser im Jahr 2025 fest.

Wirtschaftlich verantwortungsvoll agieren

Die Unternehmen in Tønder Forsyning – es gibt sechs Tochter-Gesellschaften – werden nach dem „Prinzip der Selbstfinanzierung“ („hvile i sig selv-princippet“) betrieben. Das bedeutet, dass die zu zahlenden Beträge die Kosten, die es verursacht, die Unternehmen auf eine wirtschaftlich verantwortungsvolle und sichere Weise zu betreiben, nicht übersteigen.

Hinzu kommt, dass der Staat einen sogenannten Einnahmerahmen für die Tarife von Wasser und Abwasser festgelegt hat, sodass es eine Obergrenze gibt, wie hoch diese sein dürfen.

Selbst wenn die Preise für die Abfallentsorgung und das Trinkwasser in 2025 herunterreguliert werden, werden Kundinnen und Kunden in der Kommune Tondern bemerken, dass die Tarife dennoch pro Hausstand im Durchschnitt insgesamt um ungefähr 400 Kronen steigen. Schuld daran ist der Abwasser-Tarif, der wiederum erhöht wird.

„Das Unternehmen hat sich in diesem Jahr dazu entschieden, den vollen Einnahmerahmen für Abwasser zu beanspruchen. Das sichert, sowohl auf kurze als auch auf lange Sicht, eine gesunde Wirtschaftlichkeit und gewährleistet außerdem, dass genug Mittel für einen stabilen Tagesbetrieb sowie regelmäßige Wartungen vorhanden sind“, sagt der Vorsitzende des Verwaltungsrats von Tønder Forsyning, Anton Schulz.

Der Abwasser-Tarif für 2025 bedeutet, dass der tägliche Betrieb und die nötigen Wartungen ohne zusätzliche Kosten finanziert werden können. Für neue Investitionen kann es hingegen notwendig werden, Kredite aufzunehmen.

Keine Vergünstigungen absehbar

„Wir ahnen bereits jetzt, dass wir im Laufe der kommenden Jahre gezwungen sein werden, in Lösungen zu investieren, die mit den steigenden Niederschlags- und Wassermengen umgehen können, während von zentraler Stelle verschärfte Umweltanforderungen im Abwasserbereich auf uns zukommen werden. Die Gebühr spiegelt also die gebotene Sorgfalt wider“, sagt die stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrats von Tønder Forsyning, Anita Uggerholt Eriksen.

Die Erhöhung der Kosten auf Abwasser müsse vor dem Hintergrund betrachtet werden, dass im vergangenen Jahr trotz der generellen Preissteigerungen nicht an den Tarifen geschraubt wurde.

„Wir müssen der Tatsache ins Auge sehen, dass Tønder Forsyning niemals die günstigste Versorgungsgesellschaft sein wird. Dafür haben wir ganz einfach ein zu großes geografisches Gebiet mit zu wenigen Einwohnern, die die Rechnung teilen. Aber im Vergleich mit anderen sind wir eine der effektivsten. Das wurde unter anderem im vergangenen Jahr deutlich, als Tønder Spildevand A/S unter den effizientesten Unternehmen in Dänemark in der Aufstellung der Wassersektorenaufsicht war“, sagt Trine Hadrup.