Deutsche Minderheit

So war das Großeltern-Enkel-Wochenende im Haus Quickborn

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Für ein Wochenende verwandelte sich das Haus Quickborn in eine lebendige Generationen-WG.

Was passiert, wenn ganz unterschiedliche Generationen ein Wochenende lang unter einem Dach leben?Die Veranstaltung im Haus Quickborn stand kurz vor der Absage – doch dank spontaner Unterstützung wurde es doch möglich und verwandelte sich in ein Erlebnis voller Gemeinschaft, Spiel und bleibender Erinnerungen.

Eigentlich wollte Rainer Naujeck das Großeltern-Enkel-Wochenende im Haus Quickborn als Teilnehmer mit seinen beiden Enkelkindern genießen. Doch als die eigentliche Leitung kurzfristig absagen musste, übernahm er spontan.

„Weil es einfach ein schönes Erlebnis ist und es sehr schade gewesen wäre, hätte es ausfallen müssen“, sagt er. Naujeck ist Großvater von drei Enkelkindern, zwei davon – der achtjährige Ubbe und die sechsjährige Frigg – waren mit dabei. Die Kleinste ist mit einem Jahr noch zu klein.

Naujeck beobachtet mit Freude: „Die Großväter und Großmütter kümmern sich so vorbildlich um ihre Enkelkinder, dass es einfach Spaß macht. Und die größeren Kinder kümmern sich liebevoll um die Kleineren.“ Für ihn ist das Wochenende auch ein Blick in die eigene Vergangenheit: „Manchmal denke ich dann auch an meine Kindheit zurück. Wir hatten damals nicht so die Möglichkeit, mit unseren Großeltern in den Urlaub zu fahren.“

„Opa, du musst jetzt Karten spielen. Opa, du musst jetzt Tischfußball spielen.“ zitiert Naujeck seine Enkelkinder. „Ich hab hier nichts zu sagen!“, fügt er lachend hinzu – und trifft damit den Kern des Wochenendes: gemeinsam Zeit verbringen.

Generationsübergreifend

Rainer Naujeck, sonst als Vorsitzender der SP aktiv, widmete sich an diesem Wochenende voll und ganz seinen Enkelkindern.

Diese gemeinsamen Momente mag auch Frauke Larsen: „Am Freitagabend hat sich an einem großen Tisch zunächst eine kleine Gruppe gebildet, die zusammen Uno gespielt hat. Mit der Zeit kamen immer mehr dazu. Von jung bis alt haben alle einfach zusammen Karten gespielt – ohne Handy, ohne iPad. Das war so schön!“

Die 63-Jährige erinnert sich auch noch daran, wie ihre Kinder vor vielen Jahren genau hier im Haus Quickborn herumrannten und tobten. Nun spielt die nächste Generation an genau diesem Ort.

Die Jagd nach dem Schatz

Ein Höhepunkt für viele ist die Schatzsuche, die traditionell von den größeren Kindern organisiert wurde. Doch dieses Jahr gibt es eine Überraschung: Der Schatz liegt nicht wie die Jahre zuvor am Strand vergraben, sondern war die ganze Zeit während der Suche über ganz nah – versteckt im Rucksack eines der größeren Kinder, der gleichzeitig der letzte Hinweis war. Als die Kleinen das Rätsel lösen, gibt es kein Halten mehr: kreischend und lachend jagen sie dem Schatzträger über das Gelände hinterher und erbeuten einen Rucksack gefüllt mit Süßigkeiten.

Auch einen Besuch auf dem nahe gelegenen Spielplatz können die Kinder kaum erwarten. Hier wird wild gerutscht, Fangen gespielt, sich den Hang heruntergerollt oder auf einem großen mit Luft gefüllten Hüpfkissen herumgesprungen.

Das Haus Quickborn bietet mit seiner ruhigen Lage eine ideale Umgebung für Groß und Klein – abseits vom Trubel der Stadt, dafür nah am Meer und der Natur.

Es verging während der Zeit auf dem Spielplatz nicht eine Sekunde, in der keine Kinder auf dem Hüpfkissen lachend herumgesprungen sind.

Und ob man so ein Wochenende weiterempfehlen könne? „Bloß nicht!“, sagt eine Teilnehmerin und lacht. „Dann bekommen wir ja keine Plätze mehr!“ Aber dann sagt sie doch, was alle denken: „Wir können es wärmstens weiterempfehlen. Es ist einfach wunderschön.“

Manchmal sind es kleine Begegnungen, die großen Eindruck hinterlassen: Der Schmetterling verweilte für einige Minuten, bis er letztendlich weiterflog.
Das Großeltern-Enkel-Wochenende ist sehr beliebt und oft rasch ausgebucht – eine Anmeldung ab Januar wird empfohlen.