Team Rynkeby

Gemeinsam nach Paris

Jan Peters
Jan Peters Hauptredaktion
Apenrade/Aabenraa
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Mette Olesen, Uwe Jessen und Lasse Tästensen starten am Sonnabend mit 48 Mitstreitern. Foto: Jan Peters

Drei Mitarbeiter aus dem Haus Nordschleswig sind Fahrer beim Team Rynkeby Sønderjylland. Respekt haben sie vor der Königsetappe.

Zwischen 2.500 und 3.035 Kilometer stecken schon in den Beinen von Mette Olesen, Uwe Jessen und Lasse Tästensen. Die haben sie seit Anfang April auf ihren Rennrädern zurückgelegt. Nicht mitgezählt sind dabei die Kilometer, die sie beim Wintertraining auf Mountainbikes und beim Spinning gesammelt haben. Am Sonnabend starten die drei Mitarbeiter aus dem Haus Nordschleswig nun mit dem Team Rynkeby Sønderjylland auf ihre achttägige Tour nach Paris. Dabei erwarten sie weitere 1.244 Kilometer.

Gemeinsam mit 51 Fahrern und zwölf Begleitpersonen legen sie dann täglich Strecken zwischen 72 und 183 Kilometer am Tag zurück. Besonderen Respekt haben sie vor dem vierten Tag, „der Königsetappe“, wie BDN-Generalsekretär Uwe Jessen berichtet. Dann heißt es für die Fahrer nämlich nicht nur 178 Kilometer am Stück zurückzulegen, sondern dabei auch über 3.000 Höhenmeter zu bewältigen.

„Das schaffen wir schon“, beschwichtigt BDN-Buchhalterin Mette Olesen jedoch, denn sie hat die Tour im vergangenen Jahr schon einmal zurückgelegt und hat Erfahrungen gesammelt.
Am Sonnabend, 7. Juli, so sieht es der Plan vor, sollen über 1.900 Team Rynkeby-Fahrer – unter anderem aus Norwegen, Schweden und Island – in Paris ankommen. Begrüßt werden sie dort von etwa 5.000 Gästen, darunter auch den Familien.

Die über 1.700 Kilometer lange Route im Überblick: Apenrade (DK) – Stade (D) – Kirchdorf (D) – Meschede (D) – Koblenz (D) – Trier (D) – Verdun (F) – Essoms sur Marne (F) – Paris (F) Foto: Bildschirmfoto: Google

Serviceteam ist sehr wichtig

Doch bis dahin ist es ein langer Weg. Hilfe dabei bekommen die Fahrer vom Versorgungs- und Technikteam, das sie mit Fahrzeugen begleitet und unter anderem für Essen und physiotherapeutische Betreuung sorgt. Zwei- bis dreimal am Tag gibt es auf der Strecke hausgemachte Mahlzeiten, „um den Körper mit genügend Nährstoffen zu versorgen. So gibt es zum Beispiel Sandwiches, Hühnchenspieße und Nudelsalat“, wie Jugendverband-Vereinskoordinator Lasse Tästensen berichtet. Er schätzt sich glücklich, denn seine Freundin Sina Zimmermann ist im Serviceteam dabei.

Übernachtet wird in Hotels. Am Morgen geht es gegen acht Uhr auf die Strecke und das Ziel ist spätestens gegen 16 Uhr erreicht. Damit sich das Rynkeby-Team nicht verfährt, weist ein Kartenleser, der in einem Auto vorweg fährt, den Weg.

Die Frage, ob sie sich vorstellen könnten, die Tour im kommenden Jahr zu wiederholen, beantwortet Mette Olesen mit einem Ja. Ihre beiden Mitstreiter zeigen sich allerdings zurückhaltender. „Wir warten mit der Antwort ab, bis wir Paris erreicht haben“, sind sie sich einig. Es ist allerdings nicht nur die Fahrt selbst, die Zweifel an einer Wiederholung schüren. „Der Zeitaufwand ist zum Teil schon groß“, meint Uwe Jessen.

Doch die Teilnahme gebe viele gute Erfahrungen, erklären sie. „Und wir sammeln für den guten Zweck“. 20.000 Kronen gibt beispielsweise jeder Sponsor, der mit einem Druck auf den Trikots erscheint. „Bei 38 Sponsoren macht das mehr als eine dreiviertel Millionen Kronen für die Krebshilfe“, rechnet Jessen vor. Doch nicht nur das: „Wir waren auch bei den Schulläufen (skoleløb) dabei, bei denen für die Kinderlungenhilfe (Børnelungefond) gesammelt wurde. Das war ein tolles Erlebnis, auch weil alle deutschen Schulen mitgemacht haben“, findet der Haderslebener.

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