Etatberatungen

Tondern: Alle zehn Fraktionen stemmen den Haushalt 2021

Tondern: Alle zehn Fraktionen stemmen den Haushalt 2021

Tondern: Alle zehn Fraktionen stemmen den Haushalt 2021

Tondern/Tønder
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Die zehn Fraktionen im Kommunalrat einigten sich auf einen Kompromiss. Foto: Monika Thomsen

In den kommenden vier Jahren werden in der Kommune Tondern 400 Millionen Kronen investiert. Der Altensektor wird finanziell gestärkt.

Während sich am Freitag im alten Kreistagesgebäude in Tondern die ausländischen Brautpaare das Ja-Wort gaben, sagten im Rathaus auf der gegenüberliegenden Straßenseite die Stadtratsparteien nicht nur mündlich, sondern auch schriftlich Ja zu dem Haushaltsentwurf für 2021.

Die zehn Fraktionen im Kommunalrat stemmen gemeinsam die Vorlage, die von 2021 bis 2024 ein Investitionsvolumen in Höhe von 400 Millionen Kronen vorsieht.

Geld rollt nach Toftlund

Darin inbegriffen sind auch bereits angekurbelte Maßnahmen. Massiv investiert wird mit 60 Millionen Kronen im Zeitraum von 2021 bis 2024 in die Entwicklung von Toftlund. Im Zuge der Aufwertung ist dort auch der Bau einer neuen Kindertagesstätte im Gespräch.

In folgende Projekte wird investiert

• Initiative Tonderner Marsch: 19,7 Millionen Kronen
• Entwicklungsplan Toftlund. 15,9 Millionen Kronen (2022, 2023 u. 2024 jährlich 15 Mio. Kr.)
• Zeppelin Tondern: 2 Millionen Kronen
• Masterplan Sport- und Freizeitcenter, Tondern: 7 Millionen Kronen (2022: 4 Mio. Kr., 2023: 3,2 Mio. Kr.)
• Zuschuss für die Reinigung und Verschönerung des Mühlenteichs in Lügumkloster: 500.000 Kronen
• Errichtung eines Museums für Hans J. Wegners Möbelkunst: 500.000 Kronen (ein entsprechender Betrag gilt auch für 2022 und 2023)
• Wohnungsprojekt in Toftlund: 6 Millionen Kronen

„Es waren konstruktive Tage und die Stimmung war gut und positiv. Der Wille zu einer gemeinsamen Lösung war vorhanden“, lautet das Fazit von Bürgermeister Henrik Frandsen (V) nach dem mehrtägigen Haushaltsseminar im Ecco-Center in Tondern.

Mit ihrem Schulterschluss und neuen Initiativen im Bereich der Wohlfahrt für etwa 35 Millionen Kronen jährlich wollen die Politiker ein positives Signal an die Bürger schicken.

Zu dem Rezept für 2021 gehören Verbesserungen im Bereich des Altensektors und für sozial benachteiligte Bürgern. Dazu trägt die vom Kommunalverband und der Regierung verabschiedete Ausgleichsreform positiv bei.

Mehr ältere Bürger

Tondern hat eine steigende Anzahl von alten Bürgern insbesondere der über 80-Jährigen. Daher wird der Altensektor 2021 mit acht Millionen Kronen gestärkt. Investiert wird auch in die Ausbildung von Pädagogen und Sozial- und Gesundheitshelfern.

Beflügelt wurden die Beratungen dadurch, dass zum Auftakt am Mittwoch der Bescheid einging, dass die Kommune Tondern in der Kategorie als schwach gestellte Kommune aus dem staatlichen Topf einen Zuschuss in Höhe von elf Millionen Kronen bekommt.

Abstriche bleiben nicht aus

Obgleich die Politiker anführen, dass Tondern einen finanziell gesunden Ausgangspunkt hat, kommen sie nicht um Abstriche im Dienstleistungsbereich in Höhe von 17 Millionen Kronen umhin. Sie meinen jedoch eine Lösung gefunden zu haben, die die Wohlfahrtsleistungen am wenigsten beeinträchtigt.

Dadurch, dass die Schulden aller Sporthallen in Höhe von 25 Millionen Kronen getilgt werden, kann die Kommune jährlich Ausgaben in Höhe von 2,6 Millionen Kronen sparen.

Die zehn Parteien und die Anzahl ihrer Vertreter
• Venstre: 14
• Sozialdemokratie: 6
• Dänische Volkspartei: 3
• Schleswigsche Partei: 2
• Borgerlisten: 1
• Konservative Volkspartei: 1
• Sozialistische Volkspartei: 1
• Einheitsliste: 1
• Liberale Allianz: 1
• Jens Møller, fraktionslos: 1

Die Stadtratspolitiker wollen bei ihren Investitionen die örtliche Verankerung gewichten. Die Kommune soll weiterhin für ihre Bewohner und potenzielle Zuzügler ein Ort sein, an dem es sich gut leben lässt.

Weltziele im Blick

Der Kommunalrat ist sich seiner Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung bewusst. Die Weltziele sollen den Rahmen für den zukunftsorientierten Einsatz bilden.

Zu den Neuerungen gehört, dass in den Pflegezentren Freizeitjobs geschaffen werden. Die akute Krankenpflege wird gestärkt und in die Kommunalschulen wird mehr Musik einziehen.

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