„Danmarks Hurtigste Bil“

Ein ganzes Wochenende Spektakel für Leute mit Benzin im Blut

Julius Born
Pattburg/Padborg
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Die Reifen qualmten am Wochenende in Pattburg. Foto: Morten Rothmann

Aufgemotzte Motoren, qualmende Reifen und verrückte Fahrzeuge bereiteten eine einzigartige Kulisse: Am Wochenende fand im Padborg Park das Autofestival „Danmarks Hurtigste Bil“ statt.

Das Autofestival DHB („Danmarks Hurtigste Bil“) fand vergangenes Wochenende zum dritten Mal auf der Rennstrecke Padborg Park statt und zog mehrere Tausend Besucher in seinen Bann. Über drei Tage campten die Auto-Jünger auf dem Gelände und kamen in den Genuss von Fahrzeugen, die in den heimischen Werkstätten der Teilnehmer in liebevoller Kleinarbeit um- und ausgebaut wurden.

DHB gilt als das größte Autofestival in Dänemark und hatte auch dieses Jahr verschiedene Rennen und Ausstellungen zu bieten. Den Namen verdiente sich das Festival mit dem Dragrace (anm. d. Red.: Ein Sprintrennen über 201 oder 402 Meter), bei dem auserkoren wird, welcher Teilnehmer das schnellste Auto in ganz Dänemark besitzt.

Hier traten professionelle Rennteams gegen Amateure an und unterhielten das Publikum über das ganze Wochenende. Der Publikumsliebling war dieses Jahr allerdings der kurvige Teil der dortigen Rennstrecke, auf dem ausgetragen wurde, welcher Fahrer am besten driftet – ein Rennsport, bei dem es darum geht, das Fahrzeug quer über den Kurs zu scheuchen.

„Wie Ballett mit einem Auto“

In zwei Klassen, Semi-Pro und Pro, traten die Fahrer gegeneinander an und bewegten ihre Fahrzeuge mit qualmenden Reifen und ohrenbetäubendem Motorengebrüll über den Kurs. Dabei hielten die Fahrzeuge Geschwindigkeiten jenseits der 100 km/h. „Das ist wie Ballett mit einem Auto. Dafür braucht es einen Fahrer, der absolute Kontrolle über sein Fahrzeug hat und genau weiß was er tut. Ein sehr technischer Sport“, erzählte der Kommentator der Veranstaltung, der den Besuchern erklärte wie die Physik hinter den spektakulären Manövern funktioniert.

Die Neueinsteiger des Driftsports hatten, da das Bergen der Fahrzeuge aus dem Kiesbett der Rennstrecke sehr lange dauern würde, einen eigenen Bereich, wo sie sich austoben und ihr Fahrzeug besser kennenlernen konnten. Ein aufregendes Wochenende für Menschen mit Benzin im Blut und einem besonderen Geschmack für Reifenqualm in der Luft.

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