Antrag von SPD, Grünen und Linken

Flensburg soll dänischen Wildschweinzaun komplett ablehnen

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Erste Zaunelemente wurden bereits errichtet. (Archivbild)

Oberbürgermeisterin Simone Lange soll beauftragt werden, ein breites Bündnis gegen den Bau zu formieren.

Die Fraktionen von SPD, Grünen und Linken in Flensburg fordern ein breites Bündnis gegen den Bau des dänischen Wildschweinzauns. Mit einem Antrag wollen sie Oberbürgermeisterin Simone Lange am Dienstagnachmittag im Hauptausschuss beauftragen, Kontakt mit allen grenzanliegenden deutschen Kommunen und Kreisen sowie den Organisationen der Minderheiten auf dänischer und deutscher Seite aufzunehmen.

Ziel soll eine gemeinsame Erklärung sein, welche die Errichtung des Wildschweinzaunes ablehnt. Hierfür soll auch Kontakt zu den dänischen Nachbarkommunen aufgenommen werden. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Helmut Trost hält es für beschönigend, wenn immer nur von einem Wildschweinzaun gesprochen wird.

Trost hat keine Sorgen, dass durch die deutlichen Aussagen des Antrags die deutsch-dänischen Beziehungen negativ beeinflusst werden. „Gerade unter guten Freunden kann und muss man ehrlich sein, offen und direkt. Und muss sagen, was man will – und was nicht.“

Ergänzungsantrag zur CDU-Vorlage

Oberbürgermeisterin Lange soll beauftragt werden, in Richtung Auswärtiges Amt und Folketing zu appellieren, gegen die Schweinepest eine gemeinsame Lösung zu erarbeiten und so die deutsch-dänische Zusammenarbeit im gemeinsamen Interesse zu nutzen und zu stärken.

Der Gemeinschaftsantrag von SPD, Grünen und Linken ist eine Ergänzung zu einem Antrag der CDU. Dieser sieht vor, dass die Stadt Flensburg dem Bau des Wildschweinzaunes im Kollunder Wald widerspricht. Dem CDU-Antrag haben sich SPD, WiF, FDP und Linke angeschlossen.

Der Wildschweinzaun