Wirtschaft

Finanzielle Powerspritze für Apenrader Energieprojekt

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Der Arwos-Vorsitzende Kjeld Hansen (Kons.) und Direktor Ole Damm präsentieren das geplante Projekt.

35 Millionen Kronen hat eine staatseigene Stiftung in die Kommune gesendet. Das Geld soll den Ausbau einer Anlage für ultragereinigtes Wasser mitfinanzieren. Das Wasser wird unter anderem für die geplante PtX-Anlage in Pattburg benötigt, wo neue Arbeitsplätze und ein Forschungsschwerpunkt entstehen werden.

Die Stiftung für gerechte Energiewende (Fonden for retfærdig omstilling), die zur Gewerbebehörde gehört, hat jüngst 34,9 Millionen Kronen für eine Apenrader Anlage bewilligt, die Reinstwasser unter anderem an die geplante PtX-Anlage in Pattburg (Padborg) liefern soll. Das hat die Kommune Apenrade in einer Mitteilung bekannt gegeben.

Fossilfreie Energiezukunft sichern

Das Reinstwasser wird für die Produktion von Wasserstoff benötigt, der – umgewandelt zu Ethanol – als Treibstoff unter anderem für Schiffe und Flugzeuge dienen soll. Die Power-to-X-Technik ist ein wichtiger Baustein für die Energiewende. Damit sollen fossile Brennstoffe langfristig ersetzt und die Umwelt geschützt werden.

Das Unternehmen European Energy betreibt schon heute die PtX-Anlage in Kassö (Kassø) und baut auch die Anlage in Pattburg.

Apenrade spielt derzeit in der Energiewende eine Vorreiterrolle, denn viele Solarzellen und Windräder liefern schon heute eine große Menge grünen Strom – und es soll noch mehr werden.

Per Pipeline nach Pattburg

Das Reinstwasser soll dann bald von der Kläranlage am Apenrader Stegholt über eine Pipeline nach Pattburg geliefert werden. Das Geld soll verwendet werden, um möglichst effektiv Energie zu produzieren. So soll unter anderem die Abwärme der PtX-Anlage in das Fernwärmenetz eingespeist werden.

Doch auch Produktions- und Lebensmittelunternehmen sollen von der Abwärme profitieren und sich in der Umgebung niederlassen.

Neue Arbeitsplätze kommen

Das kommunale Versorgungsunternehmen Arwos möchte den Reinigungsprozess gemeinsam mit der Technischen Universität in Aarhus (Aarhus Teknisk Universitet) entwickeln. So muss für die Wasserstoffproduktion, bei der Unmengen Wasser benötigt werden, kein knappes Grundwasser verbraucht werden. Zudem wird weniger gereinigtes Abwasser aus der Kläranlage in die Förde fließen. Das bedeutet auch Arbeits- und Forschungsplätze für die Kommune.

Mit dem Geld werden die Voraussetzungen für die PtX-Anlage optimiert, wird der Apenrader Bürgermeister Jan Riber Jakobsen (Kons.) in der Mitteilung zitiert.

Power-to-X (PtX) im Überblick