Leitartikel

Gleich ist wieder Knivsbergfest

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
Apenrade/Aabenraa
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Knivsbergfest 2018. Foto: Karin Riggelsen

Vor vier Jahren schrieb Der Nordschleswiger, dass das Knivsbergfest in der Krise sei. Das wollten viele nicht wahrhaben, aber Fakt ist, wenn man nach 2015 einfach so weiter gemacht hätte, dann wäre das Knivsbergfest genau so toll wie der Discobesuch an einem Dienstagabend um neun, meint Chefredakteur Gwyn Nissen.

Die Knivsbergfest-Verantwortlichen waren auch zwei Tage nach dem Fest noch ganz euphorisch. Mit gutem Grund: Das Knivsbergfest 2018 war das beste seit Jahrzehnten. Damit ist der Wandel vom kränkelnden HandballTurnier zum Volksfest der deutschen Minderheit in Nordschleswig endgültig vollzogen.

Vor vier Jahren schrieb Der Nordschleswiger, dass das Knivsbergfest in der Krise sei. Das wollten viele nicht wahrhaben, aber Fakt ist, wenn man nach 2015 einfach so weiter gemacht hätte, dann wäre das Knivsbergfest genau so toll wie der Discobesuch an einem Dienstagabend um neun.

Ja, es tut weh, dass nicht mehr Handball gespielt wird wie in früheren Zeiten, aber es tut gut zu sehen, dass Faustball wieder auf den Berg zurück gekehrt ist, das Beachvolleyball inzwischen fest im Angebot ist und das 100 Fußballspiele ausgetragen wurden. Und es ist einfach schön zu sehen, wie sich über 1.000 Schüler in schuleigenen Farben präsentieren und damit für einen bunten Knivsberg sorgen.

Sonderschichten aus ganz Nordschleswig haben den Knivsberg mit viel Ehrgeiz und Liebe gepflegt, 50 Aktivitäten wurden angeboten und weit über 100 Helfer sorgten dafür, dass am Sonnabend alles klappte.

Dabei ist das Knivsbergfest nicht nur ein Kindertag. Eltern und Großeltern hatten auch ihren Spaß, und somit ist das Fest auch ein generationenübergreifendes Miteinander. Alle Verbände der Minderheit ziehen an einem Strang – das ist ein starkes Signal.

Es kann eigentlich nicht besser werden. Wer allerdings in den letzten Jahren an der Organisation des Knivsbergfestes mitgewirkt hat (das geht schon übermorgen wieder los!), weiß, dass die eigenen Ansprüche und die Visionen für das Knivsbergfest noch höher sind. Auch wenn vieles schon gut ist – nächstes Jahr wird wieder „oben drauf“ gepackt.

Außerdem gibt es konkrete Herausforderungen, denn bei 3.000-4.000 Gästen stoßen die Veranstalter und der Berg an die jetzigen Grenzen – zum Beispiel beim Parken. Aber auch das – und besseres Wetter – bekommen Jugendverband und Co. noch in den Griff. Also bis gleich – am Sonnabend, 22. Juni 2019.

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