Postnord-Krise

Finanzministerium bereit, der Post zu helfen

cvt/Ritzau
Kopenhagen
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Foto: Mads Armgaard, Postnord

Es würde nicht gegen EU-Regeln verstoßen, wenn der dänische Staat Sondermittel zur Rettung des Betriebes der dänischen Post, Postnord, bereitstellen würde. Zu diesem Schluss kommt das dänische Finanzministerium nach Informationen von Danmarks Radio.

Es würde nicht gegen EU-Regeln verstoßen, wenn der dänische Staat Sondermittel zur Rettung des Betriebes der dänischen Post, Postnord, bereitstellen würde. Zu diesem Schluss kommt das dänische Finanzministerium nach Informationen von Danmarks Radio.

Der dänische Teil der schwedisch-dänischen Postgesellschaft Postnord steckt tief in der Krise. Durch rapide abnehmende Postmengen und verlustreiche Geschäftsbereiche hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren Milliardenverluste erwirtschaftet. Zugleich hat das Unternehmen Tausende Angestellte mit Beamtenverträgen.

Postnord hat deshalb jetzt seinen Eignern – dem dänischen und dem schwedischen Staat – mitgeteilt, dass 2,3 Milliarden Kronen nötig sind, um das Geschäft umzustellen und unter anderem viele der alten Mitarbeiter zu entlassen.

Die Politik debattiert noch – da haben die Verwaltungsbeamten im Finanzministerium bereits grünes Licht gegeben, sollte sie sich entscheiden, Geld geben zu wollen. Die EU-Regeln würden dies erlauben, heißt es laut DR aus dem Ministerium. Die Begründung: Postnord würde mit dem Geld geholfen werden, einen strukturellen Wettbewerbsnachteil durch die vielen Beschäftigten nach öffentlichem Tarif auszugleichen.

Noch bleibt abzuwarten, ob der schwedische Staat Teil der Rettungsaktion werden möchte – denn das Minusgeschäft kommt allein durch den dänischen Teil des Unternehmens zustande.

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