Handball

Für den Kopf war es keine einfache Zeit für Aaron Mensing

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Aaron Mensing blickt wieder zuversichtlich in die Zukunft.

Acht Monate nach seiner Horrorverletzung ist der 27-Jährige aus Rinkenis wieder guter Dinge. Der dänische Handball-Nationalspieler hat den Beginn der Bundesliga-Rückrunde als Ziel für sein Comeback ins Auge gefasst.

Aaron Mensing hatte den Sprung zurück in die dänische Handball-Nationalmannschaft geschafft und mit der MT Melsungen noch Chancen auf drei Titelgewinne, als die Saison mit einem Schlag zu Ende war. 

Der 27-Jährige aus Rinkenis (Rinkenæs) zog sich Anfang März im Auswärtsspiel gegen den THW Kiel einen Achillessehnenriss zu und schuftet seitdem für die Rückkehr aufs Spielfeld.

Comeback im Februar oder März 

„Es dauert eben seine Zeit, bevor ich wieder fit bin. Aber ich bin zuversichtlich, dass es in die richtige Richtung geht. Ich hoffe, dass ich in der Rückrunde wieder einsteigen kann. Ende Februar oder Anfang März ist realistisch“, sagt Aaron Mensing zum „Nordschleswiger“. 

Die Bundesliga-Rückrunde beginnt Anfang Februar, kurz nach Ende der Europameisterschaft.

„Ich arbeite Schritt für Schritt daran, wieder bei 100 Prozent zu sein. Die Sehne muss stärker werden, und ich werde deshalb auch erst einmal nicht 30 Sprünge an einem Tag machen können“, so der Rückraumspieler.

Die ersten Monate waren die schlimmsten

Aaron Mensing ist dennoch wieder guter Dinge und fiebert seinem Comeback entgegen, räumt aber ein, dass eine schwierige Zeit hinter ihm liegt.

„Für den Kopf war es keine einfache Zeit. Die ersten Monate nach der Verletzung waren die schlimmsten, auch weil ich so zufrieden mit meiner Saison bis dahin sein konnte. Wir waren zu dem Zeitpunkt noch Bundesliga-Tabellenführer und hatten uns fürs Final Four qualifiziert, sowohl in der European League als auch im DHB-Pokal. Ich hatte meinen Teil zur erfolgreichen Saison geleistet und war dann plötzlich raus und konnte nur noch zuschauen. Das war für den Kopf sehr schwer“, sagt Aaron Mensing.

Von der Seitenlinie aus musste er zusehen, wie alle drei möglichen Titel den Hessen durch die Finger flutschten. Nach dem Ende der Saison der verpassten Möglichkeiten, die aber immer noch die beste der Vereinsgeschichte mit zwei Final-Four-Teilnahmen und Platz drei in der Bundesliga war, kam der dänische Nationalspieler auch mit der eigenen Situation immer besser klar.

Mehrere Langzeitverletzte bei der MT Melsungen

„Es mag vielleicht komisch klingen, aber irgendwann gewöhnt man sich dran, dann akzeptiert man das, auch die Situation, dass man nicht mehr Teil des Ganzen ist. Zur neuen Saison werde ich irgendwann ,Neue' sein, der dazukommt“, so der 27-Jährige, der nur einer von mehreren Langzeitverletzten bei der MT Melsungen ist.

Der Dritte der Vorsaison steht aktuell mit 11:9 Punkten auf dem neunten Tabellenplatz der Handball-Bundesliga.