Handball

Bittere Nachricht ist für Aaron Mensing nur schwer zu akzeptieren

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Aaron Mensing fällt mindestens sechs Monate aus.

Der 27-Jährige aus Rinkenis wollte mit der MT Melsungen Geschichte schreiben und den ersten Titel holen, fällt nun aber mindestens ein halbes Jahr aus. Das tue in der Seele verdammt weh, sagt Aaron Mensing nach seinem Achillessehnenriss.

Der Verdacht hat sich leider bestätigt. Aaron Mensing hat sich im European-League-Spiel der MT Melsungen gegen den THW Kiel einen Achillessehnenriss zugezogen und fällt nicht nur für den Rest der laufenden Saison aus, sondern verpasst auch den Start der neuen Saison.

„Leider ist es so wie befürchtet. Die Achillessehne ist durchgerissen. Das hatte ich mir auch gedacht, denn ich hatte bei der Aktion das Gefühl, dass mir einer hinten reingetreten ist. Ich habe Emil Madsen gefragt, wer das war, aber er hat mir gesagt, dass da keiner war. Ich habe schon mal gehört, dass das die typische Reaktion bei einem Achillessehnenriss ist, und das hat sich leider bestätigt“, sagt ein gefasster, aber niedergeschlagener Aaron Mensing zum „Nordschleswiger“.

Noch im Rennen um drei Titel

Die schwere Verletzung kommt zu einem mehr als ungünstigen Zeitpunkt. Der 27-Jährige aus Rinkenis (Rinkenæs) stand vor seinem Comeback in der dänischen Handball-Nationalmannschaft und spielte mit dem Bundesliga-Tabellenführer noch um drei Titel.

„Das tut weh. Das tut schon verdammt weh. Das muss ich wirklich sagen. Ich hätte so gerne mit Melsungen Geschichte geschrieben und den ersten Titel geholt. Das ist natürlich immer noch möglich, aber für mich eben in einer anderen Rolle. Das ist für mich nur schwer zu akzeptieren“, so Aaron Mensing.

Trotz seiner zehn Tore verlor die MT Melsungen am Wochenende bei der SG Flensburg-Handewitt mit 33:35, dennoch steht die Überraschungsmannschaft weiterhin an der Tabellenspitze der Bundesliga. Auch im deutschen Pokal und in der European League sind die Hessen noch im Titelrennen.

Der verletzte Aaron Mensing wird von den Mannschaftskollegen Rogério Moraes Ferreira und Jonathan Svensson vom Spielfeld getragen.

„Wir haben uns etwas richtig Gutes erarbeitet, spielen eine Topsaison und sind in drei Wettbewerben noch im Titelrennen dabei. Dazu habe ich meinen Anteil beigetragen und darauf bin ich auch stolz, aber mit den vielen Ausfällen bei uns wird es schwer“, meint der dänische Nationalspieler, der auch seine Teilnahme an den beiden Länderspielen Mitte März gegen Frankreich absagen muss.

Operation in der Schweiz

„Ja, hinzu kommt auch noch die Nationalmannschaft, wo ich so hart für eine Rückkehr gekämpft habe und diesmal wieder eingeladen worden bin. Ich bin jetzt einfach nur traurig und enttäuscht und bin mir auch im Klaren, dass es nach der langen Pause auch ein wenig dauern wird, bevor ich mein altes Niveau wieder erreichen werde“, sagt der 27-Jährige, der bei der Europameisterschaft 2024 zum dänischen Kader gehörte, aber bei den Olympischen Spielen 2024 und bei der Weltmeisterschaft 2025 nicht berücksichtigt wurde.

Der Rückraumspieler wird am kommenden Montag bei einem Spezialisten in der Schweiz operiert und steigt danach ins Reha-Training ein.