Fussball

Sønderjyske will mit viel Herz und harter Arbeit das Momentum beschützen

Veröffentlicht Geändert
Sønderjyske konnte in Lyngby den zweiten Sieg in Folge holen.

Mit zwei Siegen in Folge gegen direkte Konkurrenten haben die Sønderjyske-Fußballer einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht, doch von einer etwaigen Vorentscheidung im Abstiegskampf will keiner etwas wissen.

Sechs Spieltage stehen in der Abstiegsrunde noch aus. Nach zwei Siegen in Folge ist der Vorsprung der Sønderjyske-Fußballer auf die Abstiegsplätze auf sieben Punkte angewachsen, doch vor dem Auswärtsspiel am Ostersonntag ab 17 Uhr in Aalborg ist noch nichts entschieden.

„Wir haben einen enormen Respekt davor, dass noch 18 Punkte auf dem Spiel stehen. Andere können eine Serie hinlegen, während wir einbrechen. Wir haben das Gefühl, das Momentum auf unserer Seite zu haben. Darüber freuen wir uns, und wir wollen dieses Momentum mit viel Herz und harter Arbeit beschützen. Wir blicken von Spiel zu Spiel, egal, wie langweilig sich das anhört“, sagt Thomas Nørgaard zum „Nordschleswiger“.

Mit Herz das eigene Tor beschützt

Der Sønderjyske-Trainer konnte sich über einen überzeugenden Auftritt seiner Mannschaft beim 2:0-Erfolg in Lyngby freuen.

„Wir waren heute die bessere Mannschaft und haben völlig verdient gewonnen. Wir hätten zur Pause 2:0 oder 3:0 führen können. Abgesehen von einem tollen Freistoß an die Querlatte hatte der Gegner keinen Schuss innerhalb des Torrahmens. Wir haben gut verteidigt, waren stark im Pressing und gut am Ball. Was mir am meisten gefallen hat, war, wie wir mit viel Herz das eigene Tor beschützt und Bälle abgeblockt haben“, so Nørgaard.

Aus der – an Gegentoren gemessen – schlechtesten Abwehr der Superliga ist eine Hintermannschaft geworden, die seit 206 Minuten kein Gegentor mehr kassiert hat.

„Wir haben einige Dinge angesprochen, wo wir nicht tüchtig genug waren, haben einige Räume eng gemacht und haben Dani (Daniel Gretarsson, d. Red.) zurückbekommen. Ich sehe aber auch Außenverteidiger und Sechser, die ein großes Verständnis dafür haben, wie wir gemeinsam verteidigen und im Pressing gemeinsam anlaufen“, meint der Trainer, der – nach seinem isländischen Abwehrchef gefragt – ein Sonderlob verteilt.

Daniel Gretarsson machte ein starkes Spiel in der Sønderjyske-Abwehr.

„Ich gebe dir recht, dass Dani Max (Maxime Soulas, d. Red.) sich verbessert hat, aber ich finde auch, dass Max Daniel sich verbessert hat. Die Führungsqualitäten und die Erfahrung von Dani tun unserer Mannschaft gut“, so Nørgaard.

Nicht zu selbstsicher werden

Der isländische Abwehrchef freut sich über das zweite Spiel hintereinander ohne Gegentor.

„Wenn man herausfindet, wie es geht, fällt es das zweite Mal leichter. Es sind aber nicht nur Torwart und Abwehr, die für die zwei Spiele ohne Gegentor gesorgt haben. Das ganze Team arbeitet hart dafür, macht Räume eng und erleichtert uns die Abwehrarbeit“, sagt Daniel Gretarsson zum „Nordschleswiger“.

Der Sieg in Lyngby war seiner Ansicht nach ein weiterer Schritt in Richtung Klassenerhalt, mehr aber nicht.

„Es stehen noch sechs Spieltage aus. Wir dürfen jetzt nicht zu selbstsicher werden, dann werden wir noch abgefangen. Wir müssen den Rhythmus halten“, so der Isländer.