Kommunale Unterstützung

Auch Fußballer hoffen auf Geld von der Kommune

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Seit Sommer 2024 wird im Sydbank Park in Hadersleben wieder Superliga-Fußball gespielt, aber wie lange noch? Sønderjyske kämpft mit dem kleinsten Budget der Liga gegen den Abstieg.

Mit einer zusätzlichen Sponsoring-Absprache in Höhe von 2,1 Millionen Kronen, verteilt auf die nächsten drei Jahre, unterstützt die Kommune Hadersleben den finanziell angeschlagenen dänischen Eishockeymeister. Das Hilfspaket für SønderjyskE Ishockey ruft nicht unerwartet auch die Sønderjyske-Kicker auf den Plan.

Mit jeweils 800.000 Kronen im Jahr unterstützt die Kommune Hadersleben seine drei großen Sportarten. Man wolle keinen Unterschied zwischen den Fußballern in Hadersleben, den Eishockeyspielern in Woyens (Vojens) und den Speedwayfahrern in Woyens, obwohl die Unterschiede in Sachen Aufmerksamkeit und Medienwirksamkeit schon groß sind.

Dies ändert sich aber in den kommenden drei Jahren, denn die Kommune Hadersleben greift dem finanziell angeschlagenen dänischen Eishockeymeister unter die Arme und hat mit Sønderjyske Ishockey eine zusätzliche Sponsoring-Absprache in Höhe von 2,1 Millionen Kronen vereinbart.

Angemessene Unterstützung für das Flaggschiff

Keineswegs unerwartet ruft dies auch Sønderjyske Fodbold auf den Plan. Der Fußball-Superligist plagt sich auch mit großen Geldsorgen herum und hofft verständlicherweise auch auf eine kommunale Finanzspritze.

„Der Fußball ist mit Abstand die größte Sportart in der Kommune, was Vermarktung, Anzahl von Mitgliedern und Publikum betrifft. Wir hoffen selbstverständlich, dass die Kommune das sportliche Flaggschiff angemessen unterstützen wird“, sagt Markus Kristoffer Hansen auf Anfrage des „Nordschleswigers“.

Der Direktor und Miteigentümer von Sønderjyske Fodbold will nicht auf Details eingehen, bestätigt aber, dass es einen Dialog mit der Kommune gibt.

„Jedes einzelne Superliga-Spiel sorgt landesweit für Aufmerksamkeit und ist in Sachen Branding der Kommune und des Landesteils von großem Wert. Aber auch unser Einsatz bei unseren Zusammenarbeitsklubs ist beachtlich. Wir tragen dazu bei, dass alle in der Kommune die Möglichkeit haben, Fußball zu spielen“, führt Markus Kristoffer Hansen an.

Neues Millionenminus wird erwartet

Der damalige Superliga-Absteiger stand kurz vor der Zahlungsunfähigkeit, als der US-Amerikaner Robert Platek im Sommer 2022 nach zwei fürchterlichen Jahren Sønderjyske Fodbold wieder in dänische Hände übergab.

Die Kristoffer-Familie aus Hedensted und die Davidsen-Familie aus Woyens haben damals mit einer Finanzspritze von 25 Millionen Kronen dem Klub neues Leben eingehaucht und eine Sanierung vorangetrieben, mit der man aber noch nicht ans Ziel gelangt ist.

Sønderjyske Fodbold präsentierte im ersten Haushaltsjahr ein Minus in Höhe von 32 Millionen Kronen, im April 2024 war es ein Defizit in Höhe von 11 Millionen Kronen. Vor einem Jahr wurde angeführt, dass man auch im Haushaltsjahr 2023/24 rote Zahlen schreiben werde.

Der Jahresbericht wird in der kommenden Woche erwartet, und vieles deutet darauf hin, dass man beim angepeilten Minus von rund 5 Millionen Kronen landen wird.