Eishockey

Finanzspritze für den Eishockeymeister von der Kommune

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Der dänische Eishockeymeister darf sich über Geld von der Kommune freuen.

Die Lizenz für die kommende Saison in der dänischen Eishockey-Liga scheint für SønderjyskE gesichert. Der Finanzausschuss der Kommune Hadersleben hat eine zusätzliche Sponsoring-Absprache in Millionenhöhe beschlossen.

SønderjyskE Ishockey A/S hat im Januar das größte Defizit der Vereinsgeschichte (2,575 Millionen Kronen) präsentiert. Das Eigenkapital war futsch und musste wieder hergestellt werden, um die Lizenz für die kommende Saison in der dänischen Eishockey-Liga zu bekommen.

Die hierfür angedachten Investoren sind zwei Monate später noch nicht vorgestellt worden, doch mit einer Finanzspritze der Kommune Hadersleben scheint die Lizenz für die kommende Saison gesichert.

2,1 Millionen Kronen über drei Jahre

SønderjyskE Ishockey hatte um eine Mietsenkung und/oder eine Anhebung der jährlichen Sponsoring-Absprache gebeten, doch dies wurde abgelehnt. Nach Verhandlungen zwischen Kommunaldirektor Peter Karm und SønderjyskE Ishockey wird nun dennoch Geld fließen.

Der Finanzausschuss der Kommune Hadersleben hat bei seiner Sitzung am Dienstagnachmittag eine Zusatzabsprache beschlossen, die SønderjyskE Ishockey über die nächsten drei Jahre insgesamt 2,1 Millionen Kronen einbringt.

900.000 Kronen werden bereits im April gezahlt, damit der amtierende dänische Eishockeymeister vor der Frist am 1. Mai die Lizenz für die kommende Saison beantragen kann.

Angst vor einer leeren Arena

700.000 Kronen werden 2026 fällig, 2027 sind es dann 500.000 Kronen.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Absprache an die Bedingung geknüpft ist, dass SønderjyskE Ishockey in jeder Saison während des Zeitraums eine Lizenz erhält.

„Wir haben die schönste Eishockey-Arena des Landes und wollen sichergehen, dass sie weiter mit Leben erfüllt wird. Wir brauchen das Eishockey und haben uns dazu entschlossen, Geld in die Hand zu nehmen und SønderjyskE Ishockey vorübergehend zu unterstützen. Bei Sønderjyske Ishockey müssen sie sich aber auch bewusst sein, dass sie eine Aufgabe zu bewältigen haben, damit sie künftig auf eigenen Beinen stehen können“, sagt Carsten Leth Schmidt, Stadtratsmitglied der Schleswigschen Partei (SP), zum „Nordschleswiger“.

Initiativen noch nicht abgeschlossen

SønderjyskE Ishockey A/S hat während der Verhandlungen mit Kommunaldirektor Peter Karm erklärt, dass die Initiativen zur Stärkung des Eigenkapitals des Unternehmens und zur Verbesserung der Betriebsbilanz planmäßig voranschreiten, jedoch noch nicht vollständig abgeschlossen sind. Mit einer realisierten Kapitalerhöhung und einem erweiterten Sponsoring durch die Kommune erwartet SønderjyskE Ishockey A/S, dass man die Lizenz für die kommende Saison bekommt und im Haushaltsjahr 2024/25 ein bescheidenes Plus von 160.000 Kronen erwirtschaften kann. So heißt es in der Tagesordnung des Finanzausschusses.

Die bestehende Sponsoring-Absprache zwischen der Kommune und SønderjyskE Ishockey läuft am 31. Dezember 2027 aus und beträgt 300.000 Kronen jährlich. In Wirklichkeit beträgt die kommunale Unterstützung allerdings 800.000 Kronen im Jahr. Vor einiger Zeit wurde der Sponsoring-Betrag um 500.000 Kronen gesenkt, anstatt die Arenamiete um den selben Betrag anzuheben.

Die Zusatzabsprache wird aus dem Reserve- und Entwicklungsfonds des Finanzausschusses finanziert.

In der Zusatzabsprache sind etwa ein Branding-Video mit SønderjyskE-Spielern für die Kommune Hadersleben, Werbung auf Trikots, Banden und Eisfläche sowie eine gewisse Anzahl von Tickets für Bürgerinnen und Bürger der Kommune Hadersleben enthalten.