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Fünf Millionen Minus: Sønderjyske-Sanierung noch nicht am Ziel

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Die Sønderjyske-Kicker sind nach zweijähriger Abwesenheit wieder ins Oberhaus des dänischen Fußballs aufgestiegen, befinden sich aber im Abstiegskampf.

Der abstiegsgefährdete Fußball-Superligist schreibt auch in diesem Jahr rote Zahlen, sieht sich aber auf einem guten Weg. Die Sponsoreneinnahmen haben wieder das Niveau aus der Zeit vor den amerikanischen Eigentümern erreicht.

Die Sanierung von Sønderjyske Fodbold schreitet planmäßig voran, die Hellblauen sind aber noch nicht dort angekommen, wo sie gerne hinwollen. Der Fußball-Superligist hat im Haushaltsjahr 2023/24 ein erwartetes Defizit von 4,8 Millionen Kronen nach Abzug der Steuern erwirtschaftet.

„Wir werden uns nie über ein Minus freuen, sind aber mit dem Ergebnis zufrieden, denn es ist ein weiterer großer Schritt in die richtige Richtung. Hinter dem wirtschaftlichen Fortschritt stecken viel harte Arbeit und Verantwortungsbewusstsein, und wir sind mit der Entwicklung der vergangenen zwei Jahre zufrieden. Wir sind auf dem richtigen Weg, sind aber noch nicht am Ziel“, sagt Markus Kristoffer Hansen, Direktor uns Miteigentümer von Sønderjyske Fodbold, zum „Nordschleswiger“.

Im Sommer 2022, als der US-Amerikaner Robert Platek und seine Familie den damaligen Superliga-Absteiger wieder verkauften, stand Sønderjyske Fodbold kurz vor der Zahlungsunfähigkeit. Nach einem Minus von 32 Millionen Kronen folgte im Vorjahr ein Defizit von 11 Millionen Kronen.

Markus Kristoffer Hansen sieht Sønderjyske auf einem guten Weg.

Das abgelaufene Haushaltsjahr (1. Oktober 2023 bis 30. September 2024) war von erheblichen Investitionen in die Infrastruktur des Vereins sowie in das sportliche Setup geprägt. Fünf neue Trainingsplätze, eine Erhöhung des Spielerbudgets nach dem Superliga-Aufstieg und auch das Akademieprogramm wurden priorisiert, um langfristig die höchste Lizenz zu bewahren.

Altes Niveau wieder erreicht

„Sønderjyske ist die Fußballmannschaft der gesamten Region, und es ist nach wie vor von entscheidender Bedeutung, dass der gesamte Landesteil das Projekt unterstützt, wenn es ein dauerhafter Erfolg sein soll. Die Vereinsführung wird vorangehen, wir sind jedoch weiterhin auf steigende Einnahmen von Sponsoren angewiesen“, so Markus Kristoffer Hansen.

In den Jahren unter Platek fielen die Sponsoreneinnahmen von 18 auf unter 11 Millionen Kronen. Nach 15 Millionen Kronen im Vorjahr ist Sønderjyske mittlerweile wieder bei mehr als 18 Millionen Kronen angelangt.

„Wir freuen uns über die Unterstützung, die wir erfahren, und sind stolz, dass wir das Niveau aus der Zeit vor den Amerikanern erreicht haben. Es zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Aber wenn wir in fünf Jahren weiterhin eine Superliga-Mannschaft haben wollen, müssen noch mehr der großen Unternehmen im Landesteil aufspringen“, so der Sønderjyske-Direktor.

Weitere Siege wie am Sonntag gegen Silkeborg brauchen die Sønderjyske-Kicker, um einen finanziell teuren Superliga-Abstieg zu vermeiden.

Die Hellblauen stecken in der ersten Superliga-Saison nach zweijähriger Abwesenheit mitten im Abstiegskampf.

„Selbstverständlich ist es wahnsinnig entscheidend für unsere Entwicklung, ob wir absteigen oder nicht. Wir haben von Anfang an gewusst, dass das Risiko eines Abstiegs besteht und würden nicht ganz von vorn anfangen müssen, aber es wäre für unsere Entwicklung sicherlich ein herber Rückschlag“, so Markus Kristoffer Hansen.