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Eigentümer haben hohe Millionensumme in Sønderjyske gesteckt

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Im Frühsommer 2024 kehrten die Sønderjyske-Fußballer wieder in die Superliga zurück.

Die Kristoffer-Familie aus Hedensted und die Davidsen-Familie aus Woyens haben im Sommer 2022 Sønderjyske vor dem Konkurs bewahrt und nicht nur damals tief in die Tasche gegriffen, sondern auch im abgelaufenen Haushaltsjahr eine zweistellige Millionensumme in den Fußball-Superligisten investiert.

Sønderjyske Fodbold stand kurz vor der Zahlungsunfähigkeit, als der US-Amerikaner Robert Platek und seine Familie im Sommer 2022 den damaligen Superliga-Absteiger nach zwei desaströsen Jahren wieder verkauften.

Die Kristoffer-Familie aus Hedensted und die Davidsen-Familie aus Woyens (Vojens), die 70 bzw. 30 Prozent von Sønderjyske Fodbold A/S erwarben, haben seitdem tief in die Tasche gegriffen, um die Sanierung des nordschleswigschen Fußball-Flaggschiffs voranzutreiben.

55 Millionen Kronen investiert

Insgesamt 55,1 Millionen Kronen haben die Familien in Sønderjyske Fodbold A/S gesteckt. Im abgelaufenen Haushaltsjahr waren es 18 Millionen Kronen, die als „Konzernzuschuss“ investiert worden sind. Dies geht aus dem Jahresbericht vor.

Zudem haben die Eigentümer eine Erklärung abgegeben, dass sie in den kommenden zwölf Monaten die Liquidität sichern. Sønderjyske-Direktor Markus Kristoffer Hansen unterstreicht aber, dass „Konzernzuschüsse“ nicht auf Dauer vorgesehen sind.

Die Eigentümer hoffen, dass die Unterstützung aus der nordschleswigschen Wirtschaft weiter wächst, damit künftig schwarze Zahlen erzielt werden können. Vielleicht schon im laufenden Haushaltsjahr. Die gestiegenen Sponsoreneinnahmen machen Hoffnung.

Altes Niveau wieder erreicht

„Die Vereinsführung wird vorangehen, wir sind jedoch weiterhin auf steigende Einnahmen von Sponsoren angewiesen. Wir freuen uns über die Unterstützung, die wir erfahren, und sind stolz, dass wir das Niveau aus der Zeit vor den Amerikanern erreicht haben. Es zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Aber wenn wir in fünf Jahren weiterhin eine Superliga-Mannschaft haben wollen, müssen noch mehr der großen Unternehmen im Landesteil aufspringen“, so der Sønderjyske-Direktor zum „Nordschleswiger“.

In den Jahren unter Platek fielen die Sponsoreneinnahmen von 18 auf unter 11 Millionen Kronen. Nach 15 Millionen Kronen im Vorjahr ist Sønderjyske mittlerweile wieder bei mehr als 18 Millionen Kronen angelangt.

Die Hellblauen stecken in der ersten Superliga-Saison nach zweijähriger Abwesenheit mitten im Abstiegskampf.

Eigenkapital gestärkt

„Selbstverständlich ist es wahnsinnig entscheidend für unsere Entwicklung, ob wir absteigen oder nicht. Wir haben von Anfang an gewusst, dass das Risiko eines Abstiegs besteht und würden nicht ganz von vorn anfangen müssen, aber es wäre für unsere Entwicklung sicherlich ein herber Rückschlag“, so Markus Kristoffer Hansen.

Sønderjyske Fodbold hat im Haushaltsjahr 2023/24, das am 30. September 2024 endete, ein zufriedenstellendes Minus von 4,8 Millionen Kronen erwirtschaftet. Das Eigenkapital beträgt 15,8 Millionen Kronen.