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Sønderjyske stellt auf Sommer-Zeit um

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Tobias Sommer jubelt mit Marc Dal Hende über den 1:0-Führungstreffer.

Tobias Sommer klärte in der Nachspielzeit auf der Torlinie und gehörte zu den Torschützen, als die Sønderjyske-Fußballer zum ersten Mal seit vier Monaten endlich wieder einen Sieg einfuhren. Der 23-Jährige spricht nach dem 2:1 gegen Silkeborg von einem Mannschaftsgefühl, das den Aufsteiger zum Klassenerhalt führen soll.

Die Sønderjyske-Fußballer können doch noch gewinnen. Im sechsten Anlauf hat es endlich mit dem ersten Sieg 2025 geklappt, als Silkeborg IF vor nur 3.075 Zuschauerinnen und Zuschauern im Sydbank Park mit 2:1 niedergekämpft wurde.

Sønderjyske hat zum Auftakt der Abstiegsrunde auf Sommerzeit umgestellt. Tobias Sommer war nicht nur wegen seines großen Laufpensums einer der auffälligsten Spieler, sondern auch wegen seines Führungstreffers und der Rettungsaktion in der Nachspielzeit, als er auf der Torlinie den späten Ausgleich verhinderte.

„Nur die wenigsten Mannschaften in dieser Liga können am Ball mit Silkeborg auf Augenhöhe spielen. Dass wir über den Kampf diese Mannschaft nur auf ein Tor halten können, nach der Phase, die wir hinter uns haben, stärkt das Mannschaftsgefühl. Es ist das erste Mal seit langem, dass ich das Gefühl hatte, dass der Gegner einfach kommen kann. Das ist dieses Gefühl, das uns zum Klassenerhalt führen muss“, sagt Tobias Sommer zum „Nordschleswiger“.

Tobias Sommer freut sich über den Auftritt der Sønderjyske-Mannschaft.

Der Superliga-Aufsteiger stand gegen die Mannschaft, die nur wegen der schlechteren Tordifferenz die Meisterschafts-Endrunde verpasste, fast über 90 Minuten hinten drin und kam trotz weniger Entlastungsangriffe mit seiner Mauertaktik zu drei enorm wichtigen Punkten.

„Silkeborg ist eine wahnsinnig tüchtige Mannschaft. Wer glaubt, dass man über 90 Minuten weit vorne ins Pressing gehen kann, der wird bestraft. Wir haben vermieden, in dieses mittelhohe Pressing zu gehen, wo wir häufig bestraft worden sind. Der erste Sieg seit langem ist für die Tabelle wichtig, aber in erster Linie war es eine Leistung, auf die wir aufbauen können“, meint Tobias Sommer.

Es war deutlich zu erkennen, dass der größere Siegeswille auf Seiten der Sønderjyske-Kicker war, die im Abstiegskampf wieder Aufwind bekommen haben. Ein Abstiegskampf mit vier Mannschaften innerhalb von fünf Punkten.

Marcus Bundgaard stand in der zweiten Halbzeit einige Male goldrichtig.

„Der Abstiegskampf wird extrem spannend. Es wird an den neun Spieltagen kein einziges langweiliges Spiel geben. Dieser Sieg gibt uns den Glauben zurück, dass wir es schaffen können. Wir dürfen nicht auf die Momentaufnahmen blicken, die von außen hineingetragen werden. Nach dem AaB-Spiel wurde gesagt, dass wir völlig weg vom Fenster und bereits abgestiegen wären. Es ist wichtig, dass wir uns an unsere eigene Geschichte halten und von Spiel zu Spiel blicken“, so Tobias Sommer.

Die Sønderjyske-Kicker hatten gegen Silkeborg auch mal das Glück, das in den vergangenen Spielen gefehlt hatte. Der Gegner war die spielbestimmende Mannschaft und hätte mit ein wenig mehr Abgeklärtheit im Abschluss bei vier dicken Chancen in der zweiten Halbzeit gepunktet.

„Sønderjyske war tüchtiger und effektiver als wir es waren. Wir hatten unsere Möglichkeiten und waren nicht weit von einem Punkt entfernt“, sagte Silkeborg-Trainer Kent Nielsen.

Daniel Gretarsson kam zu seinem ersten Einsatz seit Anfang Dezember.

Sønderjyske – Silkeborg IF (2:1) 2:1

1:0 Tobias Sommer (5.), 1:1 Younes Bakiz (6.), 2:1 Mads Agger (44.)

Sønderjyske: Marcus Bundgaard – Tobias Klysner (54.: Andreas Oggesen), Matti Olsen, Daniel Gretarsson, Marc Dal Hende – Tobias Sommer, Rasmus Vinderslev, Lukas Björklund (84.: Ebube Duru) – Mads Agger (84.: José Gallegos), Kristall Mani Ingason (67.: Ivan Djantou), Olti Hyseni (67.: Alexander Lyng).

Silkeborg: Nicolai Larsen – Robin Østrøm, Pontus Rödin, Alexander Busch, Jens Martin Gammelby (74.: Julius Lorents Nielsen) – Mads Larsen (74.: Alexander Simmelhack), Jeppe Andersen, Anders Klynge (82.: Oskar Boesen) – Callum McCowatt, Tonni Adamsen, Younes Bakiz (82.: Sofus Berger).

Gelbe Karten: Rasmus Vinderslev – Jeppe Andersen.

Schiedsrichter: Mads-Kristoffer Kristoffersen. VAR-Schiedsrichter: Mikkel Redder.

Zuschauer: 3.075.