Fussball

Sønderjyske-Torwart lässt Kritik abprallen

Veröffentlicht Geändert
Marcus Bundgaard freut sich über eine Parade beim 2:1-Sieg gegen Silkeborg.

Marcus Bundgaard ist in der Winterpause für die höchste Ablösesumme der Vereinsgeschichte gekommen, machte aber in seinen ersten sechs Spielen den einen oder anderen Fehler und nicht immer den sichersten Eindruck. Zweifel an sich selbst hat er keine.

Der erste Sieg seit Anfang Dezember tat den Sønderjyske-Fußballern gut, vielleicht sogar noch ein wenig mehr Marcus Bundgaard. Die neue Nummer eins im Tor des abstiegsbedrohten Fußball-Superligisten trug seinen Anteil zum 2:1-Erfolg gegen Silkeborg bei, und konnte mit wichtigen Paraden die Kritik erst einmal ein wenig verstummen lassen.

Der 23-Jährige war im Winter für eine Ablösesumme von bis zu 500.000 Euro, die höchste Ablösesumme der Vereinsgeschichte, vom schwedischen Erstligisten Elfsborg gekommen. Er hatte in seinen ersten sechs Spielen im Sønderjyske-Tor den einen oder anderen Fehler gemacht und nicht immer den sichersten Eindruck gemacht. In den sozialen Medien war die Kritik zum Teil hart, bei landesweiten Medien wurde bereits über einen Torwartwechsel zu Nicolai Flø spekuliert.

„Ich lese nicht, was in den sozialen Medien geschrieben wird, und beschäftige mich nicht damit, was von außen kommt. Kritik gehört dazu, damit muss man umgehen können. Wenn ich mir die Premier League am Fernseher anschaue, dann machen die besten Torhüter der Welt auch Fehler. Das war weder mein erster noch mein letzter Fehler. Ich werde weiter hart an mir arbeiten“, sagt Marcus Bundgaard zum „Nordschleswiger“.

Freude und Erleichterung bei Marcus Bundgaard und Marc Dal Hende nach dem Schlusspfiff gegen Silkeborg.

Die Kritik lässt er abprallen.

„Wenn ich erst beginne, an mir selbst zu zweifeln, läuft alles schief. Thomas (Trainer Nørgaard, d. Red.) muss einschätzen, wer der beste Torwart ist. Die Wahl ist in den ersten sechs Spielen auf mich gefallen, und ich gehe davon aus, dass ich mehr von den guten Leistungen bringen kann, die ich zuletzt gezeigt habe. Dann werde ich auch im Tor bleiben“, so der Schlussmann.

Die erste Zeit im Sønderjyske-Tor vergleicht er mit der Leistungskurve der Mannschaft in den vergangenen Wochen.

„Es hat Aussetzer gegeben, die nicht bezeichnend für das sind, was wir können. Wir haben aber in Sachen Relationen große Schritte nach vorne gemacht, und das ist zuletzt auch erkennbar gewesen. Wir haben eine reife Leistung im Parken gezeigt, vor dem Platzverweis gegen AaB glänzend begonnen und zuletzt gegen Silkeborg sehr abgeklärt gewirkt. Individuell und auch als Mannschaft sind gute Schritte gemacht worden“, meint der 23-Jährige.

Marcus Bundgaard kam im Winter von Elfsborg nach Hadersleben.

Der Superliga-Aufsteiger hat mit dem ersten Sieg seit Anfang Dezember Selbstvertrauen getankt.

„Die Stimmung war vorher nicht gerade im Keller, aber es klar, dass wir nach null Siegen, einem Unentschieden und fünf Niederlagen nicht gerade beim Training herumgetanzt haben. Der Sieg gegen Silkeborg war wichtig und hat die Stimmung angehoben. Wir haben zuletzt vielversprechende Takte gezeigt und wollen jetzt nachlegen“, so Marcus Bundgaard vor dem Auswärtsspiel am Sonntag ab 14 Uhr gegen Viborg FF.