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Wut, Trauer, Hoffnung und Zuversicht nach Leukämie-Diagnose

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Marcus Bundgaard ist wieder ins Tor von Sønderjyske zurückgekehrt (Archivfoto).

Viele haben sich gewundert, als Sønderjyske-Torwart Marcus Bundgaard bei der Superliga-Premiere aus privaten Gründen fehlte, jetzt spricht der 23-Jährige über die Ursache.

Das Leben von Marcus Bundgaard und seiner Freundin Matilda hat sich unerwartet gedreht. Wenige Tage vor der Saisonpremiere in der Superliga erkrankte die 22-jährige Matilda plötzlich schwer und der Sønderjyske-Torwart verzichtete auf einen Einsatz gegen AGF.

„Sie war ab und zu ein paar Tage krank gewesen, aber wir dachten nicht, dass es etwas Besonderes war, doch drei Tage vor unserer Premiere wachte sie mit starken Schmerzen auf. Wir gingen zunächst zum Arzt, fuhren aber später mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus nach Kolding. Dort bestand der Verdacht auf Leukämie, und sie wurde daher ins Universitätskrankenhaus Odense eingeliefert, wo die Krankheit nach vielen Tests leider bestätigt wurde“, erzählt Marcus Bundgaard auf der Webseite des Vereins.

Die Schwedin, die Marcus Bundgaard während seines Aufenthalts bei Elfsborg kennenlernte, wurde daraufhin zur Behandlung nach Göteborg gebracht, in die Nähe ihrer Familie.

„Natürlich war es ein Schock zu erfahren, dass es so ernst war. Ich musste mit tausend Emotionen klarkommen: Wut, Trauer, Hoffnung und Zuversicht. Wir haben Frieden gefunden mit der Tatsache, dass es eine Krebsart ist, bei der die Überlebenschancen sehr gut sind, und sie hat gut auf die ersten Behandlungen reagiert. Es ist ein langer Prozess, der wahrscheinlich ein bis zwei Jahre dauern wird, aber wir glauben fest daran, dass sie es schaffen und gestärkt zurückkommen wird“, sagt Bundgaard zu soenderjyskefodbold.dk.

Der 23-Jährige, der im Winter aus Elfsborg gekommen war, stand am zweiten Spieltag gegen den FC Midtjylland im Tor und wird auch zwischen den Pfosten stehen, wenn Sønderjyske am Sonntag ab 14 Uhr den FC Midtjylland empfängt.