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Sommer enttäuscht: „Wir dürfen gegen keinen Gegner 2:6 verlieren“

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Tobias Sommer (rechts) und Andreas Oggesen ärgern sich über die vielen Gegentore.

Der Sønderjyske-Kapitän steht nach der Ohrfeige gegen den FC Midtjylland mit gemischten Gefühlen da, ärgert sich aber in erster Linie über die Naivität in der zweiten Halbzeit.

Sønderjyske war über weite Strecken spielerisch auf Augenhöhe, dennoch hieß es am Ende 6:2 für den FC Midtjylland. Das Ergebnis tut bei den Sønderjyske-Fußballern verdammt weh, und der Kapitän tat sich schwer, die richtigen Worte zu finden.

„Keiner erwartet, dass wir uns auf Dauer mit Midtjylland messen können, aber an jedem Spieltag rechnen wir uns Chancen aus, auch gegen Midtjylland. Wir dürfen nie 2:6 verlieren. Wir dürfen gegen keinen Gegner 2:6 verlieren. Am meisten wurmt mich, dass wir nicht früher erkannt und akzeptiert haben, dass an diesem Tag trotz einer guten spielerischen Leistung kein Punkt zu holen war“, sagt Tobias Sommer zum „Nordschleswiger“.

Sønderjyske hatte in den ersten 20 Minuten den dänischen Vizemeister an die Wand gespielt und auch in der zweiten Halbzeit gut begonnen, um danach jeweils einzubrechen.

„Das war ein merkwürdiges Spiel. Wir haben mitunter den besten Fußball seit langer Zeit gespielt, aber dann auch hoffnungslos naiv agiert. Die ersten 20 Minuten zeigten, wie stark wir uns als Mannschaft entwickelt haben, und dann haben wir aus dem Nichts drei Gegentore kassiert. Natürlich muss man auch vor der individuellen Qualität des Gegners den Hut ziehen, aber es grenzt an Naivität oder zeugt zumindest von fehlender Routine, dass wir auch nach dem 1:4, 1:5 und 1:6 weiter jagen. Da hätten wir ein 1:4 mitnehmen müssen, das weh tut, und nicht ein 2:6, das wahnsinnig weh tut“, meint der Sønderjyske-Kapitän.

Betretene Gesichter nach dem Schlusspfiff.

Die Hellblauen müssen sich nach dieser Ohrfeige wieder aufrappeln, bevor der FC Nordsjælland am kommenden Wochenende in den Sydbank Park kommt.

„Unsere Kultur ist jetzt gefragt. Wir dürfen uns dadurch nicht aus der Bahn werfen lassen, sondern müssen wieder aufstehen. Solche Niederlagen sind am schwersten zu verarbeiten. Wir müssen das Gute heraussuchen, denn da war absolut viel Gutes dabei, aber auch aus dem Schlechten unsere Lehren ziehen“, so Tobias Sommer.