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Herber Dämpfer für SønderjyskE

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Vejle
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Das 1:0 durch Finnbogason änderte das Spiel. Foto: Michael Drost-Hansen/Ritzau Scanpix

Aus einem Neustart ist ein Fehlstart geworden. Der Optimismus nach dem Trainerwechsel droht schnell wieder zu verduften.

Glen Riddersholm musste bei seinem Einstand als SønderjyskE-Trainer einen herben Dämpfer und eine 0:2-Niederlage gegen Aufsteiger Vejle Boldklub hinnehmen und muss mit seinen Fußballern den Blick in der Tabelle nach unten rücken, wo das Abstiegsgespenst immer näher kommt.

Das Wetter in Vejle war trostlos, und das war es auch, was für SønderjyskE heraussprang. Hin und wieder sah es ansprechend aus, was am Ball gemacht wurde, aber es blieb bei den Ansätzen. Pech hatten die Hellblauen bei zwei Lattentreffern, doch unterm Strich war es deutlich zu wenig.

Ein Doppelschlag Mitte der ersten Halbzeit war alles, was nötig war, um SønderjyskE aus der Fassung zu bringen.

Die Hellblauen hatten in den ersten 20 Minuten erste spielerische Akzente setzen können, ließen aber bei der ersten gegnerischen Ecke gleich vier Chancen liegen, die Gefahr zu beheben. Der Rückstand war eine kalte Dusche, doch damit nicht genug. Die Gäste liefen vier Minuten später ins offene Messer. Aus einer Torchance für SønderjyskE wurde ein Tor für Vejle, aus einer schlechten Flanke von Christian „Greko“ Jakobsen wurde ein Konter, den Imed Louati mit einem spektakulären Flugkopfball verwertete.

Foto: Michael Drost-Hansen/Ritzau Scanpix

Der Doppelpack war ein Schlag ins Gesicht, von dem sich die SønderjyskE-Kicker erst schütteln mussten. Die Negativserie vor der Winterpause hatte ihre Spuren hinterlassen. Die Hellblauen wirkten angeknockt, und es dauerte lange, bevor sie sich wieder fingen.

Das Vorhaben von Riddersholm, den Ball länger in den eigenen Reihen halten zu wollen und die Spielanteile erhöhen zu wollen, war deutlich zu erkennen, und es sah hin und wieder auch vielversprechend aus, doch auf dem schwer bespielbaren Boden und gegen einen tief stehenden Gegner blieb SønderjyskE zu oft wirkungslos. Die Hintermannschaft war weit aufgerückt und auch beim schnellen Umschaltspiel des Gegners anfällig.

Vejle Boldklub war in der ersten Stunde gefährlicher, wurde aber in der letzten halben Stunde weit zurück gedrängt und kam kaum noch zu Entlastungsangriffen. Die Gäste wurden gefährlicher. Ein Schlenzer von Marcel Rømer zischte knapp am Pfosten vorbei und ein Schuss von Jeppe Simonsen prallte von der Querlatte ab.

Die Querlatte war wieder der Freund der Gastgeber, als Peter Christiansen drei Minuten vor Spielende einen satten Linksschuss abfeuerte.

Fünf Minuten vor Schluss hatte SønderjyskE den Ball im Netz, doch Mart Lieder stand zwei Meter im Abseits, als er nach einem Amankwaa-Schuss abstaubte.

Vejle B. - SønderjyskE (2:0) 2:0
1:0 Kjartan Finnbogason (20.), 2:0 Imed Louati (24.)
Vejle: Pavol Bajza – Tobias Mølgaard, Branko Ilic, Mads Greve, Malte Amundsen – Yiber Ramadani, Jakob Schoop, Arbnor Mucolli (66.: Adam Jakobsen), Vladen Yurchenko (61.: Melker Hallberg), Imed Louati – Kjartan Finnbogason (74.: Gustaf Nilsson).
SønderjyskE: Sebastian Mielitz – Stefan Gartenmann, Marc Pedersen, Kees Luijckx, Jeppe Simonsen – Marco Rojas, Victor Mpindi, Marcel Rømer (58.: Søren Frederiksen) – Johan Absalonsen (58.: Danny Amankwaa), Mart Lieder, Christian „Greko“ Jakobsen (74.: Peter Christiansen),
Gelbe Karten: Mads Greve, Tobias Mølgaard, Imed Louati – Jeppe Simonsen, Marc Pedersen.
Schiedsrichter: Benjamin Willaume-Jantzen.
Zuschauer: 3.019.

Foto: Michael Drost-Hansen/Ritzau Scanpix
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