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„Wir haben eher gegen uns selbst als gegen Vejle verloren“

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Vejle
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Foto: Michael Drost-Hansen/Ritzau Scanpix

Als großer Hoffnungsträger war Glen Riddersholm angetreten, doch das Debüt als SønderjyskE-Trainer ging in die Hose. Vejle Boldklub kam mit dem 2:0-Sieg gegen SønderjyskE bis auf drei Punkte heran.

„Wir haben eher gegen uns selbst als gegen Vejle verloren“, lautete die erste Reaktion von Glen Riddersholm nach seinem Einstand: „Das soll nicht als Respektlosigkeit gegenüber Vejle aufgefasst werden. Das ist das Gefühl, mit dem ich nach diesem Spiel stehe. Das Ergebnis steht und die Anzeigetafel lügt nicht, aber da war mehr drin. Wir haben nicht alle Prozente abgerufen.“

Die 0:2-Niederlage in Vejle war nicht der erhoffte Start, aber mehr als drei verpasste Punkte war es nicht.

„Für mich war dies kein großer Dämpfer. Wir müssen selbstkritisch sein, aber die Niederlage dürfen wir jetzt auch nicht überbewerten. Da war für uns mehr drin, und allein dieses Gefühl sagt mir als Trainer, dass wir auch einiges richtig gemacht haben. Wir haben aber zwei dumme Gegentore kassiert und müssen erkennen, dass Vejle in den Strafräumen die größere Schärfe zeigte“, so der neue SønderjyskE-Trainer: „Wir waren in der kontrollierenden Rolle, spielten aber in der ersten Halbzeit zu hektisch und wollten zu früh und zu häufig den Zuckerpass spielen. Es fehlte die Geduld, aber wir hatten am Ende die größeren Kraftreserven und auch die Chancen, noch einmal ins Spiel zurückzukommen. Wäre einer der beiden Lattentreffer reingegangen, wäre es am Ende noch dramatisch geworden.“

Die Hellblauen machten aber viel zu wenig aus den Standardsituationen.

„Die Qualität in der Ausführung unserer Standardsituationen war miserabel. Wir hatten ein Eckenverhältnis von 9:3, aber wir haben viel zu wenig aus diesen Standardsituationen gemacht“, ärgert sich Riddersholm.

Foto: Michael Drost-Hansen/Ritzau Scanpix
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