Fussball

Aufbruchstimmung zum Trainingsauftakt von SønderjyskE

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Hadersleben/Haderslev
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Glen Riddersholm in seiner neuen Umgebung. Foto: Karin Riggelsen

Hoffnungsträger Glen Riddersholm leitete seine erste Trainingseinheit als SønderjyskE-Coach.

Diesen Andrang hat es bei SønderjyskE noch nie gegeben. Das Interesse von Fans und Medienvertretern stieß in neue Dimensionen vor, als die Superliga-Fußballer von SønderjyskE am Montagnachmittag die Vorbereitungen auf die zweite Saisonhälfte aufnahmen.

Dort, wo die Journalisten von JydskeVestkysten und vom Nordschleswiger sonst unter sich sind, waren so viele Kameras zu sehen, wie es nicht einmal in der Silber-Saison der Fall war. Und alle waren auf eine Person gerichtet.
Glen Riddersholm leitete seine erste Trainingseinheit mit seiner neuen Mannschaft, gab unbeeindruckt den Spielern Anweisungen und den Medienvertretern Interviews. Der Meistertrainer von 2015 ist es gewohnt, dass viele Augen und Kameras auf ihn gerichtet sind,

„Das ist mir nicht neu, aber ich freue mich, dass das Interesse und die Unterstützung groß ist, denn das brauchen wir, um die gute, positive Entwicklung fortzuführen“, sagt der 46-Jährige.

Zuletzt war die Entwicklung von SønderjyskE aber stagniert. Die Hellblauen wurden in der letzten Zeit unter Vorgänger Claus Nørgaard immer farb- und lebloser. Das große Interesse zum Trainingsauftakt ist mit Sicherheit ein Zeichen dafür, dass mit Glen Riddersholm ein Hoffnungsträger kommt.

„Ich bin mir meiner Rolle bewusst. Die Tatsache, dass ich für dreieinhalb Jahre unterschrieben habe, zeigt, dass ich ein ehrgeiziger Mann bin. Langfristig wollen wir das Wort Top 6 in den Mund nehmen, aber das ist leichter gesagt als es umzusetzen ist. Wir wollen langfristig das Niveau von SønderjyskE anheben, aber kurzfristig auch die Ergebnisse erzielen. Ich bin voller Optimismus, aber auch ein Realist“, sagt Glen Riddersholm, der mit den Hellblauen große Pläne hat, aber nicht viel Zeit hat.

Bereits am 9. Februar fällt der Startschuss zur zweiten Saisonhälfte.

Das Interesse war zum Trainingsauftakt groß. Foto: Karin Riggelsen

„Ich habe einige Ideen, die ich in den nächsten Wochen einbauen möchte, aber erst einmal möchte ich mir ein Bild von dem Kader machen. Die Zeit ist nur kurz, und es ist mir wichtig, dass wir befreit in die Spiele des Frühjahres gehen und nicht gehemmt sind, weil ich versucht habe, jede Menge in den Köpfen der Spieler zu stopfen“, so der SønderjyskE-Trainer, der langfristig aber seinen Fokus auf die Offensive richten will: „Wir müssen im letzten Drittel des Spielfeldes tüchtiger werden, müssen die gegnerische Abwehr besser öffnen können. Ich möchte mehr Pässe in der Offensive einbauen, ohne dass die direkte Spielweise darunter leidet. Ich möchte offensiven, nach vorn ausgelegten Fußball spielen.“

Riddersholm lässt sich nicht in die Karten schauen, welche Wünsche er bei Sportchef Hans Jørgen Haysen abgegeben hat.

„Es ist kein Geheimnis, dass ich Wert auf Spieler mit starken individuellen Fähigkeiten lege, aber wir werden sehen, was machbar ist. Mein einziges Fokus liegt aber auf die Spieler, die wir hier zur Verfügung haben“, so der neue SønderjyskE-Trainer, der vor dem Liga-Auftakt gegen Vejle Boldklub die Gelegenheit hat, seine neuen Schützlinge bei vier Testspielen in Dänemark sowie bei zwei Begegnungen im Rahmen des Trainingslagers in der Türkei zu beobachten.

Calvin Brackelmann vom 1. FC Köln wird die nächsten zehn Tage bei SønderjyskE ein Probetraining absolvieren. Foto: Karin Riggelsen
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