Deutsche Minderheit

Beim DRG läuft es rund: Warum trotz Mitgliederrekords das Geld fehlt

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Der Vorsitzende Daniel Andersen bei seinem Bericht für das Jahr 2024

Der Deutsche Ruderverein Gravenstein baut um. Es wurde teurer als erwartet, und nun müssen erneut 500.000 Kronen gefunden werden. Auf der Generalversammlung erläuterte der Vorsitzende die Situation.

Für den Vorsitzenden Daniel Andersen gab es bei der Generalversammlung des Deutschen Rudervereins Gravenstein (DRG) und der Abteilung DRG Landsport am Donnerstag keinen Grund zur Klage.

Die umfangreiche Renovierung der Dusch- und Umkleideräumlichkeiten schreitet voran, und der Fitnessraum mit Blick über das Nybøl Nor wird fleißig auch von vielen neuen Mitgliedern genutzt. Das Yoga-Angebot ist auf drei Gruppen im ganzen Jahr gewachsen, und die Kinder in der Förde-Schule sind beim Fußball, Faustball und Tischtennis eifrig dabei.

Mitgliedszahlen und teurer Umbau

Außerdem gibt es einen Rekord zu verzeichnen: Mit 196 Ruderinnen und Ruderern sowie 69 Kindern der Förde-Schule verfügt der DRG in ganz Nordschleswig bei den deutschen Rudervereinen über die meisten Mitglieder. „Sie bekommen hier wirklich viel geboten. Wir haben auch ein super Heim“, sagte Daniel Andersen in seinem Bericht.

In die Umkleideräume hat der DRG bislang 228.000 Kronen investiert. „Wir haben angefangen, sind aber bisher nicht ganz fertig. Es wurde teurer als man dachte“, so Andersen, der unter anderem dem anwesenden ersten Vorsitzenden Jan Georg Hoff vom Nordschleswigschen Ruder-Verband (NRV) für die finanzielle Hilfe dankte. Aufgrund der Arbeiten schloss der DRG das Jahr 2024 mit einem Minus ab.

Links ein Blick in eine der neuen Duschen

Das umfangreiche Projekt umfasst Umkleideräume, Ventilation, Toiletten – und eine Wunsch-Sauna. Das ganze Areal auf der rechten Seite der Treppe im ersten Stock wird neu gestaltet. Die Toiletten ziehen um, es wird ein neuer Gang angelegt und eine Tür zum unten liegenden Fitnessraum vom neuen geplanten Lagerraum geschaffen. „Es fehlen 500.000 Kronen“, verkündete Daniel Andersen.

Alle Jahresbeiträge wurden erhöht

Der DRG braucht ein neues System für die Mitgliederdatei. Der Deutsche Jugendverband für Nordschleswig (DJN) empfiehlt das Angebot Spond. „Das kostet dann aber 3,5 Prozent der Mitgliedsbeiträge“, so Andersen. Er schlug vor, diese Ausgabe mit einer Erhöhung dieser Beiträge zu erledigen. Dagegen hatte keiner der Mitglieder etwas. Ganz im Gegenteil. In Deutschland sind die Beiträge für Vereine wesentlich teurer. „Hier ist es sowas von günstig“, so eine Teilnehmerin.

Die Anwesenden der Generalversammlung beschlossen, dass die Jahresbeiträge für Familien um 200 Kronen, für Einzelpersonen um 100 Kronen, für passive Mitglieder und Auswärtige um 100 Kronen, für den DRG-Landsport um 50 Kronen und für das Yoga um 150 Kronen angehoben werden.

Die alten grünen Toiletten sollen modernisiert werden.

Kassenwart Virgil Lupo und Daniel Andersen nahmen eine Wiederwahl an. Der erste Vorsitzende, der 2017 die Leitung des DRG übernahm, hatte aber einen Wunsch: „In drei Jahren würde ich mir eine Rochade wünschen.“

Hoffen auf eine gute Rudersaison

Auf die Frage einer Teilnehmerin, warum der Ruderverein auch die Abteilung DRG-Landsport habe, gab es eine plausible Erklärung: „Die Kommune Sonderburg gibt nur Zuschüsse für Kinder unter 25 Jahre“, so der Revisor Hans Ludwigsen. Nur so könnte um Gelder für die Kinderprojekte der Schule geworben werden.

Die Homepage des Rudervereins muss in Kürze aktualisiert werden, und beim Abschluss der Jahrestagung hoffte der Vorsitzende auf eine gute Rudersaison – in Zusammenarbeit mit dem neuen Rudertrainer Thomas Ihnen.

Der Parkplatz vor dem DRG war voll besetzt.