Haus Quickborn

Ein Haus entwickelt sich weiter

Jan Peters
Jan Peters Hauptredaktion
Kollund
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Über den neuen Wintergarten am Haus Quickborn freut sich unter anderem Hans Grundt (2. v. li.). Foto: DN-Archiv

Das Haus Quickborn hat sich nicht nur baulichen Veränderungen unterzogen und trifft damit messbar den Geschmack der Gäste. Der Erfolg lässt sich an den Buchungen erkennen.

Das Haus Quickborn hat sich nicht nur baulichen Veränderungen unterzogen und trifft damit messbar den Geschmack der Gäste. Der Erfolg lässt sich an den Buchungen erkennen.

Die Perle des Sozialdienstes hat sich gemacht. Die Rede ist vom Haus Quickborn. Gelegen mit direktem Zugang zur Flensburger Förde bietet es nach großen Umbaumaßnahmen mit Start im Jahr 2011 zeitgemäße Unterbringung für Gäste von nah und fern. Den Erfolg dieser Maßnahmen konnten die Teilnehmer der Generalversammlung des Sozialdienst für Nordschleswig nur versteckt erkennen. Dort wurde zwar berichtet, dass die Veranstaltungen im Haus mehr und gut besucht waren, doch die wahren Veränderungen kommen erst bei einem Besuch des Hauses zum Vorschein.
Zimmer mit Badezimmer, helle, freundliche Seminarräume, ein Wintergarten mit Förde- und Strandblick, neue Spielgeräte, ein schön angelegtes Außengelände sind nur die großen, sichtbaren Veränderungen, die – durch Investitionen des Sozialdienstes sowie Spenden und Erbschaften ermöglicht – sichtbar wurden. Es sind aber auch andere Veränderungen, die für den Erfolg sorgen – das Personal, dass immer mit viel Liebe zum Detail und Engagement für gute Atmosphäre sorgt. „Wir brennen einfach für unsere Arbeit“, erklärt Leiterin Elke Carstensen.

Der Erfolg lässt sich an den Buchungen erkenne. Neben dem Hauptzweck des Hauses Quickborn, den Veranstaltungen des Sozialdienstes unter dem Motto „Für ein besseres Miteinander“, mit Familien- und Seniorenfreizeiten, Fortbildungen, Feiern und Behindertenveranstaltungen, werden dort inzwischen an jedem Wochenende des Jahres Familienfeste gefeiert oder Seminare durchgeführt. Und auch in der Woche sind in der Saison, die von Mitte April bis in den Oktober reicht, inzwischen viele der insgesamt 32 Betten des Hauses belegt. Nun wird das Buchungsspektrum mit weiteren Terminen gespickt, denn einige nordschleswigsche Vereine begehen ihre Weihnachtsfeier dort.

Hans Grundt, Abteilungsleiter des Sozialdienstes, erklärt diesen Erfolg zum Einen mit mit den Umbaumaßnahmen, zum Anderen mit der Mund-zu-Mund-Werbung für das Haus. „Es spricht sich herum, dass wir eine einmalige Lage und einen tollen Service bieten. Das schafft Bezug zum Haus“, sagte er. Zu den Gästen im Haus gehören neben den Teilnehmern der sozialdienst-eigenen Veranstaltungen, auch Gäste von privaten Geburtstags-, Hochzeits- und Konfirmationsfeiern, Taufen und Veranstaltungen von befreundeten Verbänden des Sozialdienstes. „Wir achten dabei darauf, dass wir zuerst unsere Veranstaltungen und Mitglieder bedienen“, berichtet Hans Grundt. Moderner geworden ist neben den Zimmern und der Einrichtung auch das Essen. Dafür sorgen die fleißigen Helfer in der Küche, die mit immer neuen Ideen für abwechslungsreiche und gesunde Kost sorgen wollen, so das erklärte Ziel, wie Leiterin Elke Carstensen sagte.

Doch all diese Veränderungen sorgen nicht für Stillstand. Der Sozialdienst will weiter. Deshalb werden neue Dinge ausprobiert. Ein Beispiel dafür ist die Freizeit für Senioren und Familien, die in diesem Jahr zum ersten mal parallel stattfand „und ein großer Erfolg war, weil sich Kinder, Eltern und Ältere großartig miteinander verstanden und zum Teil gemeinsam aktiv wurden“, berichtet der Abteilungsleiter.
Das ist jedoch nicht alles. Zusammen mit dem Bov Lokalråd soll ein Bewegungsangebot mit verschiedenen Geräten direkt am Gendarmenstieg entstehen. In der Küche überlegen die Mitarbeiter zur Zeit, wie sich ökologische und lokale Produkte in den Einkauf integrieren lassen, was dem Ziel von einem gesünderen Leben im Haus noch näher kommen würde, wie Elke Carstensen sagte.
Hans Grundt berichtet außerdem von Zukunftsplänen zum Wohl des Gebäudes. So sollen unter anderem Drainagen verlegt werden, damit das Grundstück nicht durch die Nachbargrundstücke überflutet werden kann.

Doch bei allen guten Vorhaben gibt es ein Dilemma, wie Grundt sagte. „Fast jede Weiterentwicklung ist mit Personalveränderungen verbunden – und die ziehen Kosten mit sich“, erklärte er.

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