Infrastruktur

Sylter dürfen die Fähre nutzen und Dänemark passieren

Sylter dürfen die Fähre nutzen und Dänemark passieren

Sylter dürfen die Fähre nutzen und Dänemark passieren

Röm/Rømø
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Die Sylt Fähre
Derzeit verkehrt ausschließlich der Sylt-Express zwischen List und Havneby. Foto: Sylt Fähre

Die dänische Grenzpolizei gibt unter gewissen Auflagen grünes Licht dafür, dass die Inselbewohner durch Dänemark durchfahren dürfen. Die Syltfähre plant zwei zusätzliche Abfahrten ein.

Sylter, die ihren Erstwohnsitz auf der Insel haben, dürfen ab sofort wieder mit der Syltfähre fahren. Seit der Schließung der Grenzen Mitte März als Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus war die Nutzung der Fähre vorrangig den Spediteuren und den Pendlern vorbehalten.

Nun dürfen die Insulaner Dänemark als Transitland passieren, um die Syltfähre für ihre An- und Abreise nach Sylt zu nutzen, wie die Rømø-Sylt Linie bekannt gibt.

Dänische Grenzpolizei schaltet Ampel auf grün

Die Geschäftsführerin der Rømø-Sylt Linie, Birte Dettmers, ist froh über diese Möglichkeit, für die die dänische Grenzpolizei grünes Licht gegeben hat. Somit sind die Insulaner nicht ausschließlich auf den Autozug angewiesen.

In der Vergangenheit ist diese Möglichkeit immer gerne genutzt worden. Wir erwarten jedoch keine Massen. Wir gehen von zwei bis drei Pkws pro Tag aus, die zum Beispiel nach Deutschland aufs Festland fahren, um Besorgungen zu machen.

Birte Dettmer, Geschäftsführerin

„In der Vergangenheit ist diese Möglichkeit immer gerne genutzt worden. Wir erwarten jedoch keine Massen. Wir gehen von zwei bis drei Pkws pro Tag aus, die zum Beispiel nach Deutschland aufs Festland fahren, um Besorgungen zu machen“, erklärt die Geschäftsführerin auf Anfrage des „Nordschleswigers“.

Buchungsbestätigung muss vorliegen

Sie berichtet, dass die Insulaner sowohl einen 1. Wohnsitz auf Sylt nachweisen, als auch eine gültige Buchung der Syltfähre vorlegen müssen, wenn sie an der deutsch-dänischen Grenze beziehungsweise in Havneby kontrolliert werden.

Den Syltern ist es zum Beispiel nicht erlaubt, sich zu touristischen Zwecken auf Röm aufzuhalten, sondern sie dürfen nur durch Dänemark durchfahren.

Nur eine Fähre im Einsatz

Derzeit verkehrt nur eine der zwei Passagier- und Autofähren zwischen List auf Sylt und Havneby auf Röm. Sonnabends und sonntags ruht der Fährverkehr.

„Ursprünglich hätten beide Fähren fahren sollen, aber wir fahren mit ausgedünntem Fahrplan. Der Tourismus ist ja komplett eingebrochen“, sagt die Geschäftsführerin. Bei den Pendlern handele es sich vorrangig um Handwerker vom Festland, die nach Sylt pendeln würden.

„Das sind auch nur zwei oder drei Personen am Tag“, berichtet sie.

Den Fahrgästen sei es freigestellt, ob sie im Fahrzeug auf dem Wagendeck sitzen bleiben möchten, oder im Salon Platz nehmen. Die Bestuhlung sei mit entsprechendem Sicherheitsabstand aufgebaut. Es seien zusätzlich umfangreiche Schutzmaßnahmen ergriffen worden.

Zwei Tage komplett stillgelegt

Nachdem die dänische Grenze laut Regierungsbeschluss am 14. März geschlossen wurde, musste die Syltfähre ihren Verkehr für zwei Tage komplett einstellen.

Ab dem 16. März, als auch die deutsche Seite nachzog, war es ausschließlich Speditionen vorbehalten, die Grenze zu passieren und somit die Syltfähre weiterhin zu nutzen.

Fahrplan an Frachtbedürfnisse angepasst

„Dies war ein wichtiger Schritt, um die Versorgung der Insel Sylt sicherzustellen. Die Syltfähre passte den Fahrplan auf die Frachtbedürfnisse an, und fuhr seitdem täglich von Montag bis Freitag mit vier Abfahrten je Hafen“, geht aus der Pressemitteilung hervor.

Ab dem 26. März durfte die Syltfähre dann auch wieder die Berufspendler befördern. Einen Monat später folgt nun die Möglichkeit für die Insulaner, die Dänemark als Transitland passieren.

Daher führt die Syltfähre zwei zusätzliche Abfahrtszeiten um 17.30 Uhr aus Havneby und um 18.25 Uhr aus List ein.

Der Fahrplan von Montag bis Freitag

Ab Havneby
05:15 Uhr
06:45 Uhr
08:30 Uhr
10:30 Uhr
17:30 Uhr

Ab List
06:00 Uhr
07:30 Uhr
09:30 Uhr
11:30 Uhr
18:25 Uhr

Insulaner dürfen wieder mit der Fähre nach Havneby fahren und Dänemark passieren. Foto: DN-Archiv
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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Eine starke Botschaft“