Wirtschaft

Tondern bewirbt sich um einen staatlichen Industriepark

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Der Hafen in Havneby könnte ein Trumpf für die Kommune Tondern sein (Archivfoto).

190 baureif gemachte Hektar will die Kommune in Bredebro zur Verfügung stellen, wo Betriebe schneller bauen oder erweitern können. In Dänemark sollen zunächst fünf wirtschaftsfreundliche Gebiete ausgewiesen werden.

Die Kommune Tondern (Tønder) hat sich offiziell um die Ausweisung eines der fünf neuen staatlichen Industrieparks in Dänemark beworben. In Bredebro will die Kommune ein 190 Hektar großes, baureifes Gewerbegebiet erschließen, wo sich Produktionsbetriebe besonders schnell etablieren oder erweitern können. Ende des Jahres soll die Entscheidung fallen. Das Ziel ist es, Unternehmen attraktive Bedingungen zu bieten, die grüne Transformation zu fördern und wirtschaftliches Wachstum zu ermöglichen.

Wer einen solchen Industriepark wünscht, muss bestimmte Kriterien erfüllen, heißt es in den Bedingungen im neuen Gesetz für Produktionsstätten, das die Regierung zusammen mit den Dänemarkdemokraten, der Sozialistischen Volkspartei, den Konservativen, Radikale Venstre und Dänischer Volkspartei als den roten Läufer erlassen hat.

Der rote Läufer wird ausgerollt

Am 1. Juli tritt das Gesetz in Kraft, das die grüne Umstellung und wirtschaftliches Wachstum als oberste Ziele hat. Die Parteien nennen ihre Initiative, den roten Läufer für die Wirtschaft aufzurollen.

Die Kommune Tondern sieht sich gut aufgestellt. Den Unternehmen könne Strom aus erneuerbaren Energiequellen geliefert werden, eine starke Infrastruktur und ein grenzüberschreitender Arbeitsmarkt seien weitere Vorteile.

Wir glauben, gute Voraussetzungen mitzubringen, was die grüne Energie und Wachstum betrifft. Die Kommune könnte so ein Motor für Arbeitsplätze, Investitionen und neue Dynamik werden, zum Nutzen der gesamten Region und Dänemarks.

Jørgen Popp Petersen

„Wir glauben, gute Voraussetzungen mitzubringen, was die grüne Energie und Wachstum betrifft. Die Kommune könnte so ein Motor für Arbeitsplätze, Investitionen und neue Dynamik werden, zum Nutzen der gesamten Region und Dänemarks“, ist sich Bürgermeister Jørgen Popp Petersen (Schleswigsche Partei) sicher. Der gesamte Stadtrat unterstützt die Pläne.

Der geplante Standort liege verkehrstechnisch günstig nahe dem dänischen Straßennetz, dicht an der Autobahn E 45, Eisenbahn in Bredebro und den Wirtschaftshäfen Röm (Rømø), Apenrade (Aabenraa) und Esbjerg.

Unterstützung vom Wirtschaftsrat

Auch die Wirtschaft in der Kommune unterstützt die Pläne. Peter Engel-Andreasen, Direktor des Wirtschaftsrats, berichtet, dass man über Monate in Kontakt mit den Betrieben gewesen sei. Man verspüre großes Interesse. Der Vorschlag wurde in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsrat erarbeitet.

Mit dem geplanten Industriepark in Bredebro positioniert sich Tondern als zukunftsorientierter Standort für nachhaltige Produktion und wirtschaftliches Wachstum. Die Kombination aus erneuerbarer Energie, Infrastruktur und regionaler Zusammenarbeit verschafft der Kommune gute Chancen im Auswahlverfahren.