Tiergesundheit

Neue Anlaufstelle in Pattburg für Hund, Katze und Co

Kjeld Thomsen
Kjeld Thomsen Lokalredakteur
Pattburg/Padborg
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Tierarzt Esben Ruwald und sein Vierbeiner Thor haben in der Møllegade ein neues (berufliches) Zuhause. Foto: Karin Riggelsen

In der Møllegade hat der junge Tierarzt Esben Skøtt Ruwald eine Praxis eröffnet – erst einmal als Ein-Mann-Betrieb.

Er ist 30 Jahre alt, seit 2014 Tierarzt und arbeitete vier Jahre lang in einer Harrisleer Tierklinik. Esben Skøtt Ruwald wollte dann eigentlich ein halbes Jahr eine schöpferische Pause einlegen. Es wurde aber nur ein Monat. „Es reifte der Gedanke, eine eigene Praxis aufzumachen. Zum 1. Juli habe ich dann einen Teil dieses Gebäudes gemietet und betreibe nun meine eigene Praxis “, so Esben Ruwald in seinen noch etwas spärlich eingerichteten Behandlungsräumen in der Møllegade in Pattburg.

Mit Onkel Bille Ruwald, Tierarzt aus Hockerup, hat Esben einen bekannten Kollegen und Berater. „Er hat großen Anteil an meiner Berufswahl. Er hat mich schon im Grundschulalter inspiriert“, so Neffe Esben, der den deutschen Kindergarten Rinkenis, die deutsche Schule und später auch das deutsche Gymnasium in Apenrade (DGN) besuchte.

„Mein Physiklehrer am DGN meinte, ich sollte Physik studieren, da es meinen Neigungen entsprach. Ich entschied mich schließlich für die Tiermedizin“, erzählt der Jungveterinär.

Klein anfangen

Als Ein-Mann-Betrieb kümmert er sich in erster Linie um das Wohl von Katzen und Hunden. Auf diese beiden Tierarten hatte er sich während des Studiums in Kopenhagen spezialisiert. Andere Haus- und Kleintiere sind bei ihm aber auch gut aufgehoben, so Ruwald. Die Behandlung von Nutztieren wie Schweine und Kühe biete er indes nicht an.
Wenn bei Hunden, Katzen oder anderen Haustieren spezielle Maßnahmen erforderlich werden, wie etwa Röntgenaufnahmen, dann könne er auf die Praxis seines Onkels oder seines früheren Arbeitgebers in Harrislee verweisen. Über Röntgenapparate und andere Spezialgeräte verfügt er noch nicht. Das werde erst nach und nach angeschafft.

Da er allein arbeitet und auch Hausbesuche macht, ist seine Paxis nicht durchgehend geöffnet. Er kümmert sich nach Terminvereinbarung um seine tierischen Patienten. „Im akuten Fall weise ich natürlich niemanden an der Tür ab, wenn ich gerade da bin“, so der 30-Jährige.
„Wenn es ausreichend Kunden gibt, woran ich glaube, habe ich die Möglichkeit, die angrenzenden Räume dazuzumieten. Das habe ich mit dem Vermieter vereinbart“, ergänzt Esben Ruwald.

Ausbaufähig

In den zuvor als Psychiaterpraxis genutzten Trakten könnte der junge Tierarzt eine komplette Praxis mit Warteraum, Behandlungsräumen, Küche und sanitären Anlagen einrichten. Und wenn alles passt, könnten auch Sprechstundenhilfe und Assistenten dazukommen. „Mal sehen, wie es sich entwickelt“, so Esben Ruwald, der alles erst einmal in Ruhe angehen möchte.

Vielleicht wird es auch eine Gemeinschaftspraxis. Esben Ruwalds Freundin hat vor, ebenfalls Tiermedizin zu studieren. Zusammen mit ihr die Praxis zu führen, das könne er sich irgendwann gut vorstellen. „Dann würde das Angebot auch auf die Behandlung von Pferden erweitert. Meine Freundin kennt sich da sehr gut aus.“

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