Hobbyzüchter

Gefieder wird ein Fall fürs Folketing

Gefieder wird ein Fall fürs Folketing

Gefieder wird ein Fall fürs Folketing

Schauby/Skovby
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Peter Kofod Poulsen (DF) ist mit den geltenden Regeln nicht einverstanden. Foto: Ute Levisen

Maximal 30 Tiere sind Hobby-Geflügelzüchtern laut Gesetz erlaubt – das stößt auf Kritik bei den Vereinen. Nun schaltet sich die Politik ein.

Der Fall der Schaubyer Hobby-Geflügelzüchterin Linda Ladekarl hat Wellen geschlagen, die inzwischen Christiansborg erreicht haben.

Die Kommune Hadersleben hat nach einem Besuch ihres Hobbybetriebs festgestellt, dass die Züchterin mehr als 30 Tiere, Küken mitgerechnet, in ihrem Bestand hat und die Auflage erteilt, die Zahl auf die für Hobby-Betriebe laut Umweltaktivitätsbekanntmachung maximal zulässigen 30 Tiere zu reduzieren.

Dies wiederum hat für Frustration im Verein „Frit Fjærkræ“ gesorgt. Zum einen sei es bei dieser Anzahl unmöglich, Selbstversorger zu sein, pointierte dessen Vorsitzender Finn Jensen am Dienstag. Zum anderen sei die Domstadtkommune die einzige, die die Vorschriften derart streng auslege: „Die Kommune handelt durchaus in Übereinstimmung mit dem Gesetz, aber sie könnte dennoch Ausnahmegenehmigungen erteilen“, so Jensen.

Während Linda Ladekarl am Mittwoch ein Gespräch mit der Kommune führt und auf eine Dispensation hofft, hat der Fall der Schaubyerin das Parlament erreicht: „Komplett verrückte Regeln!“ findet der rechtspolitische Sprecher von DF, Peter Kofod Poulsen aus Hadersleben.

Seine Parteikollegin Karina Due hat angekündigt, den Fall auf die ministerielle Tagesordnung zu setzen und – sodann es eine politische Mehrheit für den Vorschlag gibt –, die Maximalzahl von Tieren für Hobby-Betriebe auf 100 zu erhöhen sowie binnen der nächsten sechs Monate auf eine entsprechende Gesetzesänderung hinzuarbeiten.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Gerechter Ausgleich“