Dorfgemeinschaft

Ein Golf-Fairway mit Flair

Ein Golf-Fairway mit Flair

Ein Golf-Fairway mit Flair

Enstedt/Ensted
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Der Frisbee, die Kim Gude Hansen geworfen hat, landet direkt im Korb. Tochter Freja freut sich über den Treffer des routinierten Papas. Foto: Karin Riggelsen

Im Enstedter Naturpark wird in der kommenden Woche ein Disk-Golf-Parcours eingeweiht. Hinter dem Projekt steht ein junger Mann, der schon weitere Pläne in petto hat. Damit ist das Dorf um eine Attraktion reicher.

Die Begeisterung für das Disc-Golf-Spiel hat Kim Gude-Hansen bei seiner Ausbildung in Esbjerg entdeckt. Dort hat der gebürtige Enstedter viele Stunden auf dem Fairway des Disc-Golf-Parcours verbracht und hat sein Können, die Frisbee-Scheibe möglichst weit und vor allem genau in Richtung des Korbes zu werfen, verfeinert. Sogar bei einem Aufenthalt in den USA konnte er es nicht sein lassen und hat dort emsig geübt.

Nun lebt der 37-Jährige mit seiner Familie seit einigen Jahren wieder in den heimatlichen Gefilden und wollte seinem Hobby, dem Disc-Golf, weiterhin nachgehen. Doch wo?

Dinge in die Hand nehmen

Da Kim Gude-Hansen ein Mensch ist, der die Dinge in die Hand nimmt und sich gerne auch in der Dorfgemeinschaft beteiligt, war die Frage schnell beantwortet. Ein Disc-Golf-Freeway sollte in Enstedt entstehen. „Und dort haben dann alle Bürger die Möglichkeit zu spielen, und das Dorfleben wird um ein Angebot reicher“, so die Überlegung von Gude-Hansen.

Anfang des Jahres begann das Frisbee-Abenteuer. Erfahrung mit der Akquise von Stiftungsgeldern hat der zweifache Familienvater aus dem Fußballverein und der Arbeit im Lokalrat, bei dem er geholfen hat, die Finanzierung des Kunstrasenplatzes zu sichern. „Ich bekam aber eine große Unterstützung“, berichtet er. Die bekam er nämlich von Finn Pedersen, dem Gruppenleiter der lokalen Pfadfindergruppe und dem Vorsitzenden der „Ensted-Gruppe“. Er steht, gemeinsam mit anderen, hinter dem „Ensted Naturpark“-Projekt.

Viel Eigeninitiative

Am und im Naturpark ist der Parcours mit zehn Körben nun auch entstanden – mit viel Eigenleistung von freiwilligen Helfern. „Beim Anlegen des Fairways hat mir Michael Schwebs aus Woyens (Vojens) geholfen, der schon Erfahrung mit solchen Arbeiten hat“, berichtet Kim Gude-Hansen. Mit einem Budget von 50.000 Kronen konnte der Disc-Golf-Parcour errichtet werden. „Wir haben Gelder dafür vom „Mads-Clausen-Fond“ sowie dem Apenrader Freizeitrat (Aabenraa fritidsråd) bekommen. Der Bau der Bahn und das Aufstellen der Körbe haben wir in Eigenregie gemacht“, erklärt der ausgebildete Physiotherapeut.

Die Frisbee-Scheibe muss in den gelben Korb geworfen werden. Foto: Karin Riggelsen

Am Freitag, 23. Oktober, wird der Disc-Golf-Fairway offiziell eingeweiht. Der Start, Korb Nummer eins, ist an der Hütte der Pfadfinder am „Ensted Naturpark“. Von dort folgt der Fairway dem Motionsweg über das Gelände. Zwei Kilometer werden beim Bespielen der zehn Löcher zurückgelegt. „Das ist das Schöne. Man kann allein oder mit mehreren spielen und bewegt sich in der schönen Natur des Parks“, freut sich Kim Gude-Hansen.

Auch Schulen und andere Institutionen sollen die Anlage benutzen können, so die Pläne. Und mit diesem Projekt ist bei Kim Gude-Hansen noch nicht Schluss. „Der Ort soll noch mehr Möglichkeiten bieten. Die Menschen sollen sich hier noch wohler fühlen, mit noch mehr Angeboten“, erklärt er.

Disc-Golf

Disc-Golf ist ein Frisbeesportspiel, bei dem versucht wird, von einem festgelegten Abwurfpunkt (Tee) mit möglichst wenigen Würfen eines Frisbees Körbe zu treffen, wobei die Frisbees meistens schwerer sind und eine aerodynamischere Form haben als gängige Frisbeemodelle. Die Wurfsportart wird üblicherweise in vorhandene, öffentliche Grün- oder Sportanlagen integriert.

Disc-Golf zählt im weitesten Sinne zu den Golfsportarten und wird daher nach ähnlichem Muster gespielt. Der Abwurf oder Drive auf einer Bahn wird von einem bestimmten Ort vorgenommen, alle weiteren Würfe erfolgen von dem Punkt, an dem die vorher geworfene Scheibe zum Liegen kam. Für jeden Wurf kann eine andere Scheibe verwendet werden. Die für einen Kurs mit mehreren Bahnen benötigten Würfe werden zum abschließenden Ergebnis addiert. Spielen mehrere Personen einen Kurs ab, so beginnt an einer Bahn der Spieler mit der niedrigsten Zahl an benötigten Würfen bei der vorhergehenden Bahn. Nach den Abwürfen spielt jeweils derjenige zuerst, dessen Scheibe am weitesten vom Korb entfernt liegt.

Quelle: Wikipedia

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Leitartikel

Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
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