Natur und Umwelt

Der Abflug der Störche rückt näher

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Die vier Jungstörche in Schmedagger sind von der Größe kaum noch von den Eltern zu unterscheiden. Sie werden vermutlich bald das Nest verlassen.

Sie sind bereits beringt und ein Junges hat just einen GPS-Sender angeheftet bekommen: Die vier Nachwuchsstörche von Schmedagger haben eine stattliche Größe erreicht. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, wann sie ihre Behausung verlassen. Gute Nachrichten gibt es vom fünften Storchenjungen aus Schmedagger, das in Schleswig-Holstein in die Pflege kam.

Unerwünschten Besuch haben kürzlich die vier Storchenjungen im Kamera-Nest von Schmedagger vor den Toren Tingleffs (Tinglev) bekommen. Nachdem sie bereits beim Beringen auf die Gattung Mensch gestoßen waren, war dieses Mal das Anheften eines GPS-Senders an der Reihe, mit dem später der Weg und der Aufenthaltsort des Vogels festzustellen sind.

Es traf in Schmedagger allerdings nur einen Storch, der für ein Stündchen mit nach unten musste, um dort den Sender festgemacht zu bekommen.

Die vier jungen Adebars machten instinktiv erst einmal auf „tot“, schließlich wussten sie nicht, was die Gestalten auf dem Kran im Schilde führen.

Das Anwesen der Familie Appel in Schmedagger ist seit Jahren ein Hotspot für Storchenfans (Archivfoto).

Alles in ruhigen Bahnen

Es sei alles gut gelaufen, und es sei wichtig gewesen, dass sich die Jungstörche tot gestellt haben. Wären sie aufgeschreckt und aus dem Nest nach unten gesegelt, hätte man sie einfangen und wieder nach oben bringen müssen, so Hans Skov vom Storchenverein „storkene.dk“ zum Regionalsender „TV Syd“.

In Jeising (Jejsing) war die ehrenamtliche Taskforce ebenfalls im Einsatz, um zwei Jungstörche mit einem Sender zu versehen.

Diese Prozedur ist auch für ein Junges im Nest von Saxburg (Saksborg) vorgesehen, wo ein Storchenpaar in diesem Jahr ebenfalls bei der Familienplanung erfolgreich war.

Der Saxburger Nachwuchs ist in der Entwicklung aber nicht so weit wie die Artgenossinnen und -genossen von Schmedagger und Jeising, weshalb man mit dem Anbringen eines Senders noch etwas warten werde, so Skov.

Über Storchnachwuchs hat man sich in diesem Jahr auch in Renz (Rens) freuen dürfen.

Erfolgreiches Aufpäppeln

Im Nest von Schmedagger befanden sich anfangs fünf Storchenjunge. Da sich bei dem einen Vogel ein Flügel nicht so entwickelte, wie er sollte, wurde er in die Aufzuchtstationen von Storchenfreund Stephan Struwe im schleswig-holsteinischen Erfde gebracht.

Das Aufpäppeln ist dort geglückt, wie ein Video mit Struwe und seinem Sorgenkind belegen. In dem Clip ist der nahezu ausgewachsene Storch eifrig am Flügelschlagen. Auch in Erfde scheint dem baldigen Abflug nichts mehr im Wege zu stehen.