Deutsche Minderheit

Nach Absage des Knivsbergfests: Kein Essen für die Tonne

Nach Absage des Knivsbergfests: Kein Essen für die Tonne

Nach Absage des Knivsbergfests: Kein Essen für die Tonne

Knivsberg /Knivsbjerg  
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Bernd Søndergaard und die Nachschule-Mitarbeiterinnen Botilla Hansen (links) und Birgit Rosenlund mit jeder Menge Lebensmitteln. Foto: Gwyn Nissen

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Das Minderheiten-Fest findet nicht statt, und kiloweise Lebensmittel benötigen spontane Abnehmerinnen und Abnehmer. Das Catering-Team des SV Tingleff hat schnell reagiert und dankbare Empfänger beliefert. Gwyn Nissen verrät, wem die Bananen bald zu den Ohren wieder herauskommen.

Das Minderheitenfest ist abgesagt – doch was passiert nun mit der reichhaltigen Verpflegung, die für rund 4.000 Kinder und Erwachsene organisiert wurde?

Für die kulinarischen Bedürfnisse war ausreichend gesorgt: 1.000 Brötchen sollten 550 Frühstücks-hungrige Münder satt machen. Zu diesem gemeinschaftlichen Tagesstart hatte sich eine Rekordzahl von Teilnehmenden angemeldet.

Und das ist nur ein einziges Beispiel. Für unter anderem 400 kleine Joghurts, diverse Getränke, Obst und 1.000 Sandwiches sowie 100 Kilogramm Kartoffelsalat galt es nun, Lösungen zu finden. Und das möglichst rasch – nichts sollte weggeschmissen werden müssen. 

Der Schlachtplan

Das Catering haben auch in diesem Jahr wieder die Freiwilligen vom SV Tingleff (Tinglev), Bernd Søndergaard, Rolf Jensen und Gwyn Nissen, organisiert und bemühten sich sofort, der neuen Situation bestmöglich gerecht zu werden: „Wir waren gerade mit der Bestellung auf dem Knivsberg angekommen – und dann wurde es abgesagt“, erzählt Gwyn Nissen, Chefredakteur beim „Nordschleswiger“. „Als wir von der neuen Lage erfuhren, haben wir uns direkt darangesetzt, Leute zu finden, die Interesse an der Ware hatten. Jemanden zu finden, der uns kurzfristig beispielsweise 750 Würstchen abnimmt, ist nicht unbedingt leicht.“

Rolf Jensen bringt die letzte Ware an die Frau und den Mann. Foto: Gwyn Nissen

Insgesamt handelt es sich um Lebensmittel im Wert von rund 40.000 Kronen. Einen Teil der geschlossenen, ungekühlten Ware, wie Getränkedosen und -flaschen oder Marmelade, habe der Händler dankenswerterweise wieder zurückgenommen. 10.000 Kronen konnten auf diese Weise schon wieder gutgemacht werden, berichtet Nissen. 

Nachschule als dankbarer Abnehmer

Und der Rest?

Auf dem Knivsberg findet am 3. Juli der Kulturtag der Europeada statt. „Der Schlachter hat sich bereiterklärt, das Fleisch so lange für uns einzufrieren“, zeigt sich der Chefredakteur erleichtert über das verständnisvolle Entgegenkommen.

Thore Naujeck organisiert das weitere Vorgehen. Die Getränke wurden glücklicherweise vom Händler zurückgenommen. Foto: Karin Riggelsen

Und auch die Nachschule Tingleff hat sich als dankbarer Abnehmer erwiesen. „Wir haben Glück, dass alles so schnell ging und die Kühlkette nicht unterbrochen wurde. Jetzt kann sich die Schule auf jede Menge Kartoffelsalat freuen.“ Aber auch darüber hinaus übernahm sie einen Großteil der Lebensmittel: Für genug Obst, Gemüse, Joghurt und diversen Aufschnitt ist jedenfalls für die noch verbleibenden 14 Tage bis zum Beginn der Sommerferien gesorgt.

Gut möglich außerdem, dass es auf dem Essensplan für heute Abend eine Änderung gegeben hat. Das ursprüngliche Gericht ersetzt durch: Sandwiches.

Für das Deutsche Gymnasium für Nordschleswig (DGN) gab es immerhin eine große Portion Bananen. Als Energielieferanten inmitten der Zeit der Abitur-Prüfungen kam das süße Obst zur rechten Zeit an den richtigen Ort.

 

 

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