Kultur

Musikrat hofft auf den Standort Fjordskole

Musikrat hofft auf den Standort Fjordskole

Musikrat hofft auf den Standort Fjordskole

Paul Sehstedt/aha
Apenrade/Aabenraa
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Die ehemalige „Fjordskolen“ am Skolevænget 33 könnte die neue Heimat der Amateurmusik-Szene der Kommune Apenrade werden, hofft zumindest der Musikratsvorsitzende. Foto: Paul Sehstedt

Dem Kultur- und Freizeitausschuss liegen drei Vorschläge zur künftigen Verwendung der ehemaligen Schule am Skolevænget vor. Ein kommunales Musikhaus gehört dazu. Allerdings: Ein Neubau würde nicht mehr kosten als eine Instandsetzung.

Für den Vorsitzenden des Musikrates in der Kommune Apenrade, Ole Livbjerg Klitgaard, ist die Sache klar. Für ihn ist die ehemalige Sonderschule „Fjordskolen“ am Skolevænget 33 in Apenrade als Musikhaus für die Amateurmusik-Szene glänzend geeignet.

Die Lage sei perfekt mit reichlich Parkplätzen in unmittelbarer Nähe, die Gebäudemasse ließe sich instandsetzen, und das Platzangebot reiche aus, um die Wünsche der Amateurmusiker nach Proberäumen, zwei kleineren Sälen sowie Lagerräumen und Büros erfüllen zu können, so der Vorsitzende des Musikrates.

Die leer stehenden Gebäude bieten bereits jetzt einen verwahrlosten Anblick. Foto: Paul Sehstedt

In einer Analyse der Verwaltung zu künftigen Verwendungszwecken der Gebäude, die der zuständige Kultur- und Freizeitausschuss im Vorfeld seiner Sitzung in dieser Woche in Auftrag gegeben hat, gehört das Musikhaus auch zu den möglichen Alternativen. Allerdings sind auch ein Campus-Hauptquartier und eine Nutzung als Sportstätte (als Ergänzung zur Arena Apenrade) im Gespräch.

Allerdings werden in der Analyse nicht nur die Vorzüge und Möglichkeiten der drei denkbaren Szenarien aufgezählt, sondern auch deren Schwächen und Risiken.

Für und Wider

Um den Verwendungsstatus der Schule ändern zu können, müssten zum Beispiel die Gebäude den Baurichtlinien BR-18 angepasst werden. Das könne genauso kostspielig werden wie ein Neubau, schreibt die Verwaltung in ihrer Analyse.

Zwei kleine Turnhallen sind der alten Fjordskole angegliedert und wären ein guter Ausgangspunkt für zwei unterschiedlich große Konzert- und Probenräume. Der eine könnte ausgebaut werden, meint Musikratsvorsitzender Ole Livbjerg Klitgaard. Foto: Paul Sehstedt

Die Hauptursache dafür ist der Tatsache geschuldet, dass die Fußböden nicht isoliert werden können, weil das Grundstück pilotiert ist.

Gegen einen Abriss und Neubau indes spricht die CO2-Bilanz. Eine Instandsetzung würde deutlich weniger Treibhausgase ausstoßen.

Allerdings wird auch seitens der Verwaltung ein Musikhaus in dieser Lage als ein potenzieller Ankerpunkt auf der Kulturachse von Kilen bis zum Campus gesehen, der außer von Amateurmusikern auch von angehenden Erziehern im Rahmen ihres Studiums bei den kreativ-musischen Fächern genutzt werden kann. Schließlich könnte das Musikhaus das Hauptquartier für die Musiklehrer der unterschiedlichen Ausbildungseinrichtungen werden.

Musikrat erkennt Potenzial

Vor Ostern kündigte der Musikrat den dringenden Bedarf eines Musikhauses als Sammelpunkt für die ausübenden Freizeitmusiker in der Kommune an. (Wir berichteten)

„Aus meiner Sicht ist die Schule der bisher beste Ausgangspunkt für ein Musikhaus, seit wir mit der Kommune diesbezüglich im Dialog stehen – also seit Jahren“, erklärt Klitgaard gegenüber dem „Nordschleswiger“.

„Die Lage hat natürlich auch Schattenseiten, aber das größte Problem ist, dass einige Politiker den Campus als eine ‚heilige Kuh‘ betrachten, um die sich die Welt dreht. Da die Campusstudenten weder nachmittags noch abends anwesend sind, also während die Musiker das Musikhaus benutzen, könnte eine gemeinsame Nutzungssynergie geschaffen werden“, ist der Vorsitzende des Musikrates überzeugt.

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