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Dänische Postnord macht erneut Milliardenverluste

cvt/Ritzau
Stockholm
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Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Die schwedisch-dänische Postnord kommt auf keinen grünen Zweig. Der dänische Teil des Geschäfts hat 2018 noch mehr Verluste gemacht als im Vorjahr. Doch es gibt Lichtblicke.

Das Zustellunternehmen Postnord hat erneut empfindliche Verluste erwirtschaftet. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht für 2018 hervor. „Die Briefmengen fallen rapide in Schweden, und sowohl in Schweden als auch in Dänemark muss es einen Dialog darüber geben, wie die Zustellpflicht gestaltet werden soll, wenn die Mengen kleiner und kleiner werden“, so Geschäftsführer Håkan Ericsson in dem Bericht.

Insgesamt erzielte Postnord Umsätze von 37,7 Milliarden Schwedenkronen und einen Verlust von 1,1 Milliarden Schwedischen Kronen. Der dänische Teil trug mit lediglich 8,6 Milliarden Schwedischen Kronen zum Umsatz bei und verlor 1,4 Milliarden Schwedische Kronen. Im Vorjahr waren es noch 1,1 Milliarden.

Weniger Briefe – mehr Pakete

In Dänemark leidet das Unternehmen unter rasant fallenden Briefmengen und einem Restrukturierungsplan, der Milliardenbeträge an Abfindungen für entlassene Mitarbeiter gekostet hat. Das führte letztlich dazu, dass das Unternehmen seine Eigner, die Staaten Dänemark und Schweden, um Geld bitten musste. Ein genauer Betrag ist nicht genannt, doch unter dem Punkt „Andere Einnahmen, Staatszuschüsse“ sind 1,5 Milliarden Schwedische Kronen verzeichnet, während für „Umstrukturierungsmaßnahmen“ 2,6 Milliarden Schwedische Kronen an Kosten veranschlagt wurden.

Der Umsatz bei der Briefzustellung sank netto im Gesamtkonzern um 18 Prozent. Die Paketzustellung hingegen verzeichnet ein starkes Wachstum. Hinzu kommt ein positives Gesamtwachstum in der dänischen Abteilung im letzten Quartal 2018. Er könne festhalten, dass „unsere Zukunftsstrategie gut funktioniert“, so Ericsson. Doch sie hänge auch sehr davon ab, dass die Politik wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen für die Postzustellung in Dänemark und Schweden schaffe.

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