Kirsten Pioch gestorben: Mit Nadel und Haltung

Kirsten Pioch (†) mit der gequilteten Remiszenz an die deutsche „Wiedervereinigung“: Die Silhouette der Olsen-Banden auf den Farben von BRD- und DDR-Fahne (Archivfoto).

Die frühere Lehrerin, passionierte Patchworkerin und Quilterin Kirsten Pioch aus Rothenkrug (Rødekro) ist im Alter von 75 Jahren gestorben. Als Vorsitzende der Gruppe „Opnørå Quilterne“ prägte sie 2020 ein außergewöhnliches Projekt anlässlich der Feierlichkeiten zu „100 Jahre Volksabstimmung“: Gemeinsam mit Mitstreiterinnen setzte sie historische Ereignisse des Landesteils Schleswig in aufwendig gestalteten Patchwork- und Quilt-Wandbildern um – in den Farben der deutschen, dänischen, friesischen und schleswigschen Flaggen. Die Werke wurden mehrfach ausgestellt, Pioch trat als Referentin auf – stets frei sprechend: „Die Werke sind mein Spickzettel“, sagte sie 2020 in einem Interview mit dem „Nordschleswiger“.

Nach ihrer Krebsdiagnose 2022 gründete sie eine Outdoor-Trainingsgruppe für Seniorinnen und Senioren – ein letztes Beispiel ihres unermüdlichen Engagements. Kirsten Pioch bleibt vielen als kreative, zugewandte und starke Persönlichkeit in Erinnerung.

Der Trauergottesdienst findet am Mittwoch, 22. Oktober, ab 11 Uhr in der Kirche zu Ries (Rise) statt.