Kommunalwahl

Wahlgewinner Gjerlevsen: Hoffen, Akzente setzen zu können

Veröffentlicht Geändert
Hans-Christian Gerlevsen kann sich als Spitzenkandidat der Dänischen Volkspartei über ein gutes Wahlergebnis freuen. Die Partei ging von 2 auf 4 Mandate.

Die Dänische Volkspartei hat das schlechte Wahlergebnis von vor vier Jahren wettgemacht. Die Partei um Spitzenkandidat Hans-Christian Gjerlevsen konnte die Mandatszahl von 2 auf 4 erhöhen.

„Wir haben uns verdoppelt“, stellte Hans-Christian Gjerlevsen, Spitzenkandidat der Dänischen Volkspartei (Dansk Folkeparti/DF) in der Wahlnacht mit einem Lächeln vor versammelter Presse fest, als die Konstellation des neuen Stadtrats bekannt gegeben wurde. 

Jan Riber Jakobsen von den Konservativen behält das Bürgermeisteramt, und dieses Mal haben sich alle Parteien einer breiten Konstituierung angeschlossen. Mit dabei auch die wiedererstarkte DF.

„Wir haben eine Superwahl gehabt mit einer starken Mannschaft. Ich bin sehr zufrieden und dankbar über das Ergebnis“, so Gjerlevsen zum „Nordschleswiger“. 

Erfolgreicher Wechsel 

Der 38-Jährige war in der aktuellen Legislaturperiode von der mittlerweile aufgelösten Partei Neue Bürgerliche zu DF gewechselt. Von den 3.473 DF-Stimmen (11,3 Prozent) konnte Gjerlevsen 871 auf sich vereinen. Damit war er drittbester Stimmenschlucker in Apenrade und wurde nur von Thomas Andresen von Venstre (2.042 Stimmen) und Jan Riber Jakobsen von den Konservativen (2.570) übertroffen.

„Wir haben im Wahlkampf mit Leib und Seele gekämpft und gezeigt, wofür wir stehen. Unsere Themen haben offensichtlich Anklang gefunden“, so der DF-Mann, der perfekt Deutsch spricht und als Kind deutsche Einrichtungen besucht hat.

„Wir sind dafür, den Nørreportpark in Apenrade zu bewahren und nicht zu bebauen. Unsere Aufmerksamkeit gilt den Alltagssorgen der Bürgerinnen und Bürger, und wir haben uns zu Solaranlagen klar positioniert. Es darf nicht so weitergehen mit den Solarwüsten in unserer Kommune. Diese Themen und weitere haben die Wählerschaft offenbar überzeugt“, so die Bilanz von Gjerlevsen.

DF hat sich der breiten Konstituierung mit allen Parteien angeschlossen. Wichtig sei ihm und seiner Partei dabei, „dass die Zusammenarbeit in eine bürgerliche Richtung geht, und wir der Kommunalpolitik unseren Stempel aufdrücken. Wir hoffen, Akzente setzen zu können.“

Das gute Abschneiden beschert Arne Leyh Petersen und Jette Julius Kristiansen ein Comeback als Stadtratsmitglieder. Das vierte DF-Mandat geht an Kim Andkjær Doberck.