Kommunalwahl

Kurt Asmussen geht als Fraktionsvorsitzender in seine zweite Amtszeit

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Kandidat Kurt Asmussen und Kommunalvorsitzender Hugo Schmidt von der Schleswigschen Partei am Wahlabend. Asmussen übernimmt als Stadtratsvertreter noch mehr Verantwortung.

Der Pepersmarker sammelte bei seiner zweiten Kandidatur für die Schleswigsche Partei erneut am meisten Stimmen und wird die Partei künftig als Fraktionsvorsitzender im Apenrader Stadtrat vertreten. Der Wechsel ist mit Altmeister Erwin Andresen abgesprochen. Ein Blick von Kurt Asmussen auf die Kommunalwahl anno 2025.

Er fiel bei der Kommunalwahl von 505 auf 424 Stimmen zurück, sammelte für die Schleswigsche Partei (SP) aber wieder die meisten Stimmen: Kurt Asmussen zieht als Spitzenreiter der Apenrader SP-Kandidatenliste in den Stadtrat. 

Nach seinem Kandidatendebüt 2021 wird es für den Pepersmarker die zweite Amtszeit. Wie vor vier Jahren wird er an der Seite von Routinier Erwin Andresen dem Kommunalparlament angehören. Andresen holte mit 391 Stimmen das zweite SP-Mandat. 

Die beiden SP-Vertreter tauschen die Rollen und leiten einen Generationswechsel ein. Kurt Asmussen übernimmt den Fraktionsvorsitz, „und ich werde auch den Sitz im Finanzausschuss übernehmen. Das ist mit Erwin in aller Ruhe so abgesprochen worden“, sagt Kurt Asmussen.

„Ich habe wieder die meisten Stimmen sammeln können, und nach vier Jahren Stadtratsarbeit ist meine Lehrlingszeit vorbei. Ich übernehme gern mehr Verantwortung und sehe mich dafür gerüstet“, ergänzt Asmussen.

Schwächelnde Hochburg

Obwohl er rund 80 Stimmen weniger bekommen hat als bei seiner Premiere vor vier Jahren, ist der Pepersmarker mit seinem Abschneiden zufrieden. „Zum einen, weil ich wieder den Sprung in den Stadtrat geschafft habe, und zum anderen, weil ich wieder die meisten Stimmen der SP geholt habe.“

Ein Knackpunkt sei ausgerechnet seine Hochburg Bülderup (Bylderup) gewesen. Statt 323 sprangen dieses Mal nur 266 Stimmen für den Pepersmarker heraus. 

Meine Lehrlingszeit ist vorbei. Ich übernehme gern mehr Verantwortung und sehe mich dafür gerüstet.

Kurt Asmussen

„Das sind rund 60 Stimmen weniger. Es wundert mich ein wenig, denn ich finde, es ist in das Ålandet (Bülderuper Raum, red. Anm.) relativ viel investiert worden, wofür auch wir uns eingesetzt haben. Ich bin dort aber nicht Everybody's Darling, was meine Ansichten betrifft. Das gehört dazu“, sagt der 40-Jährige.

Nicht nur er, sondern die gesamte Partei war von einem Stimmenrückgang betroffen. „Das Ergebnis hat mich verwundert. Wir hatten uns mehr versprochen. Im Wahlkampf haben alle viel Zeit und viel Arbeit investiert. Das ist mit Stimmen leider nicht ausreichend quittiert worden. Ursache könnte sein, dass es drei neue Parteien gab. Das hat viel Unruhe hereingebracht“, so Asmussen. 

Er hebt den Einsatz aller Kandidatinnen und Kandidaten sowie der vielen Helfenden hervor. Ein Sonderlob hat er für Newcomerin Dorthe Andresen aus Nolde. Die Jungpolitikerin Anfang 20 kandidierte erstmals für die SP. „Sie schlug sich achtbar und hat mit über 200 Stimmen das drittbeste Ergebnis der SP Apenrade (Aabenraa) erzielen können. Damit kann sie als so junge Kandidatin sehr zufrieden sein. Ich hoffe, dass sie das ist, und dass sie am Ball bleibt.“

Mit Zuversicht in die neue Amtsperiode

Kurt Asmussen blickt nun nach vorn. Er begrüße die Zusammensetzung des neuen Stadtrats. Alle Parteien haben sich einer breiten Konstituierung angeschlossen. Die verschiedenen Ausschussposten sind größtenteils vergeben. 

„Neben dem Finanzausschuss werde ich dem Ausschuss Technik, Landdistrikte und Tourismus angehören und zudem einen Vorstandsposten bei der neu organisierten Versorgungsgesellschaft Arwos übernehmen. Ob ein Vorsitz herausspringt, muss sich zeigen.“

Ein Vorsitz ist der SP sicher. „Der Vorsitz des Hafenausschusses bleibt bei Erwin. Das stand für mich außer Frage, weshalb ich mich bei der Konstituierung dafür starkgemacht habe. Erwin hat maßgeblichen Anteil an einer tollen Bilanz des Hafens. Das haben auch die anderen Parteien erkannt. Dass wir mit dieser Besetzung keinen Spielraum mehr für weitere einflussreiche Posten haben, ist für mich okay“, ergänzt Kurt Asmussen mit Anerkennung für seinen Stadtratskollegen, mit dem er die nächsten vier Jahre wieder eng zusammenarbeiten wird.