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Klassenerhalt rückt für Sønderjyske ein großes Stück näher

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Marcus Bundgaard ist seit 206 Minuten ohne Gegentor.

Die schlechteste Abwehr der Liga hat zum rechten Zeitpunkt das Rezept gefunden und ist seit nunmehr zweieinhalb Spielen ohne Gegentor. Vejle und Lyngby haben sich an dem Sønderjyske-Bollwerk die Zähne ausgebissen und den Anschluss verloren.

Noch kann an den sechs Spieltagen der Abstiegsrunde viel passieren, aber bei den Sønderjyske-Fußballern ist das Gefühl im Abstiegskampf ein ganz anderes als noch vor wenigen Wochen.

Aus dem Abstiegskandidaten Nummer eins, zumindest was die Form angeht, ist eine Mannschaft geworden, die keineswegs wie ein Absteiger aussieht.

Nicht mehr die schlechteste Abwehr der Liga

Der Klassenerhalt ist für Sønderjyske ein großes Stück näher gerückt. Die Hellblauen haben nur drei Tage nach dem 1:0-Heimerfolg gegen Vejle das Auswärtsspiel gegen Lyngby mit 2:0 gewonnen und den Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf sieben Punkte anwachsen lassen.

Dieser Vorsprung kann schnell wieder schmelzen, ist aber erst einmal Balsam für die Nerven. Gut für das Nervenkostüm ist auch, dass derzeit keiner der übrigen drei Abstiegskandidaten so solide dasteht wie Sønderjyske. An Gegentoren gemessen hatte Sønderjyske über weite Strecken der Saison die schlechteste Abwehr der Liga, doch das hat sich geändert.

Sønderjyske ist seit fast zweieinhalb Spielen ohne Gegentor, doch nicht nur die 206 Minuten ohne Gegentor sind bemerkenswert. Die Anzahl von gegnerischen Torchancen ist äußerst begrenzt.

Daniel Gretarsson verhinderte mit seinen Eingriffen, dass es gefährlich wurde.

Vejle hatte über 90 Minuten kaum eine nennenswerte Torchance, Lyngby musste bis zur Schlussphase warten, bevor ein Kopfball von Malik Abubakari knapp am Tor vorbeiging. Hinzu kam ein spektakulärer Freistoß von Nikolai Baden an die Unterkante der Querlatte.

Sønderjyske hatte in dieser Situation Glück. Glück ist die mächtig gestiegene Solidität in der Hintermannschaft des Superliga-Aufsteigers allerdings nicht.

Die Rückkehr von Daniel Gretarsson ist von größter Bedeutung. Der Isländer ist selbst ein großer Rückhalt, lässt aber mit seinen Führungsqualitäten auch Nebenmann Maxime Soulas besser aussehen. Allerdings ist es die gesamte Mannschaft, die besser nach hinten arbeitet.

Vejle und Lyngby haben sich an dem Sønderjyske-Bollwerk die Zähne ausgebissen und in der Tabelle den Anschluss verloren. Und wieder einmal wurde deutlich, dass die Hellblauen gegen einen Gegner, der in der Tabelle hinter Sønderjyske steht, den besseren Eindruck abgeben.

Tobias Klysner setzt sich im Zweikampf durch.

Im Gegensatz zu Sønderjyske scheint Lyngby mit dem Druck im Abstiegskampf nicht klarzukommen.

Lyngby zog kompromisslos das Vorhaben durch, den Ball nach Abstößen aus dem eigenen Strafraum zu spielen, doch das ging schief. Lyngby wurde dafür bestraft.

Sønderjyske luchste in der ersten Viertelstunde den verunsicherten Lyngby-Verteidigern mehrmals den Ball ab und ließ ein paar große Chancen ungenutzt, bevor Mads Agger in der 15. Minute nach einem Ballverlust von Lucas Lissens das 0:1 erzielte.

Die Gäste hatten Möglichkeiten genug, den Sack frühzeitig zuzumachen, ließen aber ihre Fans bis zur Schlussphase zittern. Lirim Qamili verwandelte in der 84. Minute einen Elfmeter, nachdem er selbst von Torwart Jannick Storch umgenietet worden war.

Der Torschütze zum 0:1, Mads Agger, musste früh verletzt ausgewechselt werden.

Der Sønderjyske-Sieg war völlig verdient und hätte auch höher ausfallen können.

Lyngby - Sønderjyske (0:1) 0:2

0:1 Mads Agger (15.), 0:2 Lirim Qamili (84.)

Lyngby: Jannick Storch – Oskar Buur, Magnus Jensen, Lucas Lissens, Leon Klassen – Sævar Magnusson (84.: Rasmus Thelander), Peter Langhoff (84.: Malik Abubakari), Mathias Hebo, Lauge Sandgrav – Michael Opoku (62.: Jonathan Amon), Frederik Gytkjær (62.: Nikolai Baden).

Sønderjyske: Marcus Bundgaard – Tobias Klysner, Maxime Soulas, Daniel Gretarsson, Marc Dal Hende – Andreas Oggesen (84.: Ebube Duru), Sefer Emini (62.: Lukas Björklund), Tobias Sommer – Mads Agger (22.: Kristall Mani Ingason), Alexander Lyng (62.: Lirim Qamili), Olti Hyseni (84.: Mohamed Cherif).

Gelbe Karten: Peter Langhoff, Jannick Storch – Marc Dal Hende, Maxime Soulas, Olti Hyseni, Andreas Oggesen.

Schiedsrichter: Jakob Kehlet. VAR-Schiedsrichter: Mikkel Redder.

Zuschauer: 4.385.