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Wettbewerbsverzerrung? Sønderjyske hat die Niete gezogen

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Die Sønderjyske-Fußballer mussten zuletzt in Viborg eine Niederlage einstecken.

Im Abstiegskampf der Superliga steht die Woche der Wahrheit an. Sønderjyske muss drei Spiele im Laufe von sieben Tagen gegen die drei direkten Widersacher absolvieren und hat weitaus schlechtere Voraussetzungen als die Konkurrenz. Nørgaard jammert aber nicht.

Ein Heimspiel am Montagabend gegen Vejle sowie Auswärtsspiele am Gründonnerstag gegen Lyngby und am Ostersonntag gegen AaB. Zwei lange Auswärtsfahrten und kaum Zeit zur Regeneration. Schlimmer hätte es im dicht gedrängten Osterprogramm für die Sønderjyske-Fußballer kaum kommen können.

Von fairen Bedingungen oder gleichen Voraussetzungen kann keine Rede sein, wenn Sønderjyske in dem von den Fernsehanstalten festgesetzten Programm in Sachen Regenerationszeit einen Tag weniger als Vejle (Montag, Donnerstag, Montag), drei weniger als AaB (Freitag, Donnerstag, Sonntag) und vier weniger als Lyngby (Freitag, Donnerstag, Montag) hat.

Keine Ausreden

Es grenzt sogar an Wettbewerbsverzerrung, doch obwohl Sønderjyske die Niete gezogen hat, will Thomas Nørgaard dies nicht als Ausrede gelten lassen.

„Wir sind alle Teil der Absprache mit der Divisionsvereinigung und den Fernsehanstalten und wissen, dass die Möglichkeit eines dicht gedrängten Programmes besteht. Das liegt nicht in unserer Hand. Diesmal haben wir ein schlechtes Programm mit wenig Zeit zwischen den Spielen erwischt. Darauf haben wir uns vorbereitet, darauf liegt unser Fokus“, sagt der Sønderjyske-Trainer zum „Nordschleswiger“.

Er hat sich Gedanken gemacht, wie er die Einsatzminuten verteilt.

„Wir haben nicht den Luxus, dass wir zwischen den drei Spielen priorisieren können. Das nächste Spiel ist immer das wichtigste. Wir treffen erst auf Vejle, und da bieten wir die Mannschaft auf, die unserer Ansicht nach die größte Chance auf den Sieg hat. Und dann schielen wir unterwegs ein wenig drauf, wie es um die physische Belastbarkeit einzelner Spieler aussieht“, so Thomas Nørgaard.

Thomas Nørgaard ärgert sich, will aber das Osterprogramm annehmen.

Auch für den Sønderjyske-Trainer sind die Hinspiele gegen die drei direkten Konkurrenten im Abstiegskamp keine gewöhnliche Woche.

„Wir verstecken uns nicht und werden die Wichtigkeit der Spiele nicht kleinreden. An sechs der acht verbleibenden Spieltagen treffen wir jedoch auf einen direkten Konkurrenten. Jedes Spiel zählt. Wir können die Spiele nicht bündeln – jedes Spiel wird ein eigenes Leben haben“, meint Thomas Nørgaard.