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Sønderjyske will mit Grenzakademie den Jugendfußball über die Grenze hinweg stärken

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Die Grenzakademie ist ein Trainingsangebot für U10- bis U12-Fußballerinnen und -Fußballer aus Schleswig-Holstein.

Ein Kulturprojekt, das für alle Beteiligten Sinn ergibt, nennt Sønderjyske-Direktor Markus Kristoffer Hansen die grenzüberschreitende Initiative.

Fußball-Superligist Sønderjyske hat eine Grenzakademie gegründet und hofft, den Jugendfußball über die Grenze hinweg zu stärken und auch die Aufmerksamkeit südlich der Grenze zu steigern. Unterstützt wird die Initiative von der dänischen Minderheitsorganisation SdU und der Union-Bank.

„Es ist ein Kulturprojekt, das für alle Beteiligten sinnvoll ist. Wir haben bereits mehrere grenzüberschreitende Initiativen und systematisieren nun mit der neuen Grenzakademie unseren Fokus auf den Jugendfußball in Norddeutschland. Es soll in erster Linie dem norddeutschen Fußballnachwuchs Freude und Nutzen bringen, und ihm so das Beste aus beiden Ländern bieten“, sagt Markus Kristoffer Hansen, Direktor und Miteigentümer von Sønderjyske Fodbold.

Aufmerksamkeit südlich der Grenze steigern

Es ist ein Trainingsangebot für U10- bis U12-Fußballerinnen und -Fußballer, bei dem einmal wöchentlich trainiert wird, während die übrigen Trainingseinheiten im eigenen Verein stattfinden.

„Hoffentlich kann das Projekt auch dazu beitragen, die Aufmerksamkeit für Sønderjyske Fodbold südlich der Grenze zu steigern. Wir haben schon lange den strategischen Wunsch, Norddeutschland einzubeziehen, und haben bereits eine Reihe von Zuschauerinnen und Zuschauern von dort für unsere Superliga-Spiele. Außerdem hoffen wir, dass norddeutsche Unternehmen den Wert einer Zusammenarbeit mit einem Superliga-Verein mit großer Präsenz erkennen“, so Markus Kristoffer Hansen.

Der Akademiechef von Sønderjyske Fodbold, Hans Paarup, freut sich auf die Zusammenarbeit mit den südschleswigschen Vereinen.

Unterschiedliche Herangehensweise im Jugendfußball

„Wir haben bereits einige gute Kooperationsvereine südlich der Grenze und hatten im Herbst ein großes Event in Flensburg, daher kennen wir uns auf diesem Gebiet gut aus. Angesichts unserer geografischen Lage ist es für alle absolut sinnvoll, dieses Angebot zu schaffen, damit junge Fußballer die besten Entwicklungsmöglichkeiten haben, unabhängig davon, ob sie fünf Kilometer nördlich oder südlich der Grenze geboren wurden“, meint Hans Paarup.

Unterstützt wird die neue Initiative von der dänischen Minderheitsorganisation SdU, wo man sich freut, an einem gut funktionierenden Trainingskonzept teilnehmen zu dürfen.

„Die Herangehensweise ist im dänischen und deutschen Jugendtraining etwas unterschiedlich, daher kann es für die Kinder lehrreich und inspirierend sein zu sehen, wie es in Dänemark gemacht wird“, sagt der sportliche Leiter der SdU, René Lange.

„Wir möchten sowohl die sportliche als auch die Zusammenarbeit in der Geschäftswelt über die dänisch-deutsche Grenze zwischen Südschleswig und Nordschleswig hinweg fördern. Das ist bei der Union-Bank unsere Mission, und deshalb haben wir sofort positiv reagiert, als Sønderjyske Fodbold vorschlug, ihr Trainingskonzept auf Norddeutschland auszuweiten, um den dänischen und den deutschen Fußball näherzubringen“, sagt Tomas Michael Jensen, Direktor der Union-Bank Flensburg.