HANDBALL

„Keine Revolution“ – Klavs Bruun Jørgensen ist angekommen

„Keine Revolution“ – Klavs Bruun Jørgensen ist angekommen

„Keine Revolution“ – Klavs Bruun Jørgensen ist angekommen

Sonderburg/Sønderborg
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Klavs Bruun Jørgensen hat vorerst keine grundlegenden Veränderungen geplant. Foto: Pebbes billeder

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Der neue SønderjyskE-Coach hat seine Arbeit aufgenommen – mehr als ein halbes Jahr früher als geplant. Dennoch kam der Anruf für ihn nicht überraschend, erzählt Klavs Bruun Jørgensen.

Plötzlich ging alles ganz schnell: Zwischen der Niederlage gegen Nordsjælland mit Jan Pytlick auf der Trainerbank von SønderjyskEs Handballern über seine Entlassung bis zu Klavs Bruun Jørgensens erstem Betreten der Halle in Sonderburg, lagen gerade einmal 36 Stunden.

Für viele kam die Entscheidung, Jan Pytlick zu entlassen, überraschend. Doch die Sporttasche des neuen Trainers, Klavs Bruun Jørgensen, war bereits gepackt, erzählt er dem „Nordschleswiger“.

„Für mich war es keine große Überraschung, als der Anruf kam. Ich war darauf vorbereitet, dass es schneller gehen könnte als geplant. Wenn man wie Jan ankündigt, dass man den Verein verlassen wird, stellt man sich in eine verwundbare Position; das Eis wird schlagartig dünner“, so Klavs Bruun Jørgensen.

Ich werde hier nicht sofort alles Mögliche umkrempeln.

Klavs Bruun Jørgensen

Spieler präsentieren sich

Nach der Begrüßung der Mannschaft und des Betreuerteams am Sonnabend hat der 47-Jährige am Montag erstmals gemeinsam mit Co-Trainer Rasmus Glad Vandbæk das Training geleitet und berichtet von einer großen Motivation im Team. Trainingsrückstände habe er nur bei einer Person bemerkt.

„Ich habe einen sehr guten ersten Eindruck bekommen, und die Spieler haben schon angefangen, mir Paroli zu bieten, wenn ich sie ärgere. Als neuer Trainer steht man ja in der schönen Position, dass sich die Spieler unbedingt zeigen wollen. Alle sind hochmotiviert. An meiner eigenen Fitness muss ich allerdings noch etwas arbeiten. Es ist doch etwas anderes, Vollzeit zu arbeiten, als Hausmann zu sein“, sagt der SønderjyskE-Coach verschmitzt.

Klavs Bruun Jørgensen berichtet, dass er in Sonderburg gut in Empfang genommen worden ist. Foto: Pebbes billeder

Keine Revolution geplant

An den Trainingszeiten oder -intervallen will der neue Trainer vorerst nicht drehen.

„Ich werde hier nicht sofort alles Mögliche umkrempeln, und ich glaube auch, dass es für die Spieler wichtig ist, dass wir an vielen Dingen festhalten. Es war ja auch nicht alles schlecht, was ich gesehen habe. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie alle Teams in der Liga schlagen kann. Leider sind wir schon zu oft in dieser Saison tief gefallen. Das ist eine ähnliche Situation wie zu der Zeit, als ich in Holstebro angefangen habe“, sagte Klavs Bruun Jørgensen.

„Ich plane keine Revolution. Wir müssen einfach unsere Ausfälle minimieren. Die Punkte gegen Skive, Nordsjælland und Lemvig fehlen uns natürlich. Mit denen würden wir jetzt ganz woanders stehen – und ich wäre noch gar nicht hier.“

Doch so sollte es nicht sein, denn plötzlich ging alles ganz schnell.

Klavs Bruun Jørgensen hat seine Wohnung in Sonderburg bereits bezogen – ein Familiennachzug sei vorerst aber nicht geplant. Seine freien Tage werde er bei seiner Frau und seinen Kindern auf Seeland verbringen.

Trotzdem bleibt der Eindruck: Der neue SønderjyskE-Coach ist angekommen.

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