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SønderjyskE lässt den Sieg durch die Finger flutschen

SønderjyskE lässt den Sieg durch die Finger flutschen

SønderjyskE lässt den Sieg durch die Finger flutschen

Bjerringbro
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Peter Nielsen ärgerte sich, dass er kurz vor Schluss die letzte Auszeit nicht nahm. Foto: Karin Riggelsen

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Mit einem Drei-Tore-Vorsprung drei Minuten vor Schluss hatten die SønderjyskE-Handballerinnen die zwei Punkte fest in der Hand, doch der sicher geglaubte Sieg wurde noch verschenkt. Trainer Peter Nielsen räumt Fehler ein.

Nach dem Höhenflug folgte der Dämpfer. Eine Woche nach dem berauschenden 36:22-Sieg gegen Silkeborg-Voel KFUM haben die Handballerinnen von SønderjyskE gegen den Aufsteiger gepatzt.

Nach einem Drei-Tore-Vorsprung drei Minuten vor Schluss haben sich die Hellblauen mit einem 33:33-Unentschieden begnügen müssen.

Enttäuscht, genervt und bitter

„Ich bin unglaublich enttäuscht, genervt und verbittert, dass wir nicht in der Lage waren, dieses Spiel zu gewinnen. Das ist ein teurer Punktverlust. Wir hatten massenhaft Möglichkeiten, dieses Spiel zu gewinnen“, sagte ein verärgerter Peter Nielsen zum „Nordschleswiger“.

Der SønderjyskE-Trainer stellte sich vor seine Mannschaft und nahm die Schuld für den Punktverlust auf sich.

Fehlende Auszeit

„Ich habe einen Riesenfehler gemacht. Ich hätte 15 Sekunden vor Schluss meinen letzten Timeout nehmen müssen. Ich hätte verhindern müssen, dass wir in den letzten Sekunden den Abschluss gesucht haben. Dieser Fehler geht auf meine Kappe. Ich bin aber auch ein Trainer, der den Spielerinnen Vertrauen schenkt. Hier haben wir aber die falschen Entscheidungen getroffen“, meint Peter Nielsen.

SønderjyskE hatte die gesamte Partie über in Führung gelegen, über ein 3:0, 7:3 und 17:13 zur Halbzeitpause bis zum 32:28 sechs Minuten vor Schluss. Alles schien gelaufen, als Rikke Hoffbeck drei Minuten vor Schluss das Tor zur 33:30-Führung erzielte, doch in der hektischen Schlussphase fanden die Abschlüsse von Rikke Hoffbeck und zweimal Line Uno nicht den Weg ins Tor.

Nervenflattern in der Schlussphase

„Wir müssen lernen, mit der Favoritenrolle umzugehen. Das ist neu für uns. 55 Minuten lang hatte ich ein gutes Gefühl, aber eben nur 55 Minuten. Wir haben Lehrgeld gezahlt und müssen dafür sorgen, dass sich so etwas nicht wiederholt“, sagt der SønderjyskE-Trainer.

Ida Lagerbon (7/1), Line Uno (6), Nicoline Olsen (5), Josefine Dragenberg (4), Rikke Hoffbeck (3), Sarah Paulsen (3/1), Ricka Falk Gindrup (2), Pernille Johannsen (1), Olivia Simonsen (1) und Stine Broløs (1) erzielten die Tore für SønderjyskE.