Hilfsangebot

Krisenzentrum für Frauen erweitert um ambulante Beratung – Freiwillige gesucht

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Hier im Frauenhaus am Agervang finden Frauen einen sicheren Ort zum Wohnen.

Das Sonderburger Frauen- und Krisenzentrum erweitert ab Januar 2026 sein Angebot um eine ambulante Beratung für gewaltbetroffene Frauen. Gleichzeitig sucht das Zentrum neue Freiwillige, die das Team in der täglichen Arbeit unterstützen möchten.

Hilfe für von Gewalt betroffene Frauen und deren Kinder: Im Sonderburger Frauen- und Krisenzentrum neben dem Gelände des Krankenhauses gibt es dafür ab Januar 2026 ein erweitertes Angebot. Neben dem Schutz- und Zufluchtsort wird künftig auch eine ambulante Beratung angeboten. Damit schließt sich das Krisenzentrum dem Projekt „Sig Det Til Nogen“ der Danner-Stiftung an und wird das siebte Zentrum landesweit, das diese Beratung ermöglicht.

Die Kommune Sonderburg unterstützt das Vorhaben in den kommenden drei Jahren mit insgesamt 1,5 Millionen Kronen. So soll gewährleistet werden, dass alle Bürgerinnen Zugang zu einer fachlich fundierten, gewaltpräventiven Beratung erhalten. Der Ausbau erfolgt vor dem Hintergrund steigender Zahlen an Tötungsdelikten an Frauen in Dänemark.

„Wenn die Ehrenamtlichen Schichten übernehmen, kann unser Fachpersonal mehr Gespräche mit den gewaltbetroffenen Frauen führen. Das gilt sowohl für Bewohnerinnen des Krisenzentrums als auch für Frauen, die zunächst nur ambulante Beratung suchen“, sagt Leiterin Maybritt Kay Hinrichsen. „Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, dass Fachkräfte und Freiwillige gemeinsam die Aufgaben tragen. Dieses Gemeinschaftsgefühl möchten wir mit weiteren Freiwilligen teilen.“

Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, dass Fachkräfte und Freiwillige gemeinsam die Aufgaben tragen.

Maybritt Kay Hinrichsen

Mehr als 70 ehrenamtliche Krisendienstleistende übernehmen derzeit jährlich rund 1.000 Schichten – an Abenden, Wochenenden und Feiertagen. Zusätzlich werden Helferinnen für Arbeitsgruppen gesucht, die mit den Bewohnerinnen verschiedene Aktivitäten durchführen. Ziel ist es, den Frauen und ihren Kindern den Alltag zu erleichtern und sie auf ein Leben ohne Gewalt vorzubereiten.

Interessierte können sich am Dienstag, 4. November, um 17 Uhr im Krisenzentrum informieren. Bei Pizza berichten die Leiterin und eine Freiwillige aus erster Hand über die Arbeit mit krisenerfahrenen Frauen und Kindern. Weitere Informationen finden sich hier auf der Facebook-Seite des Zentrums.